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Brandenburg Keine neuen Liegenschaften für Brandenburgs rechte Szene
Brandenburg Keine neuen Liegenschaften für Brandenburgs rechte Szene
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11:23 11.02.2019
Rechtsradikale sammeln sich zu einem NPD-Aufmarsch (Symbolbild). Quelle: Ingo Wagner/dpa
Potsdam

Der rechtsextremen Szene Brandenburgs ist es im vergangenen Jahr offenbar nicht gelungen, neue Immobilien als Veranstaltungsorte zu erwerben. Vielmehr musste eine rechtsgerichtete Kameradschaft einen ehemaligen Luftschutzbunker in Frankfurt (Oder) nach behördlichem Druck aufgeben, erklärte das Innenministerium auf Anfrage der Linksfraktion im Potsdamer Landtag.

Die den Behörden bekannte rechte Szene verfügte laut Ministerium 2018 in Brandenburg wie im Jahr zuvor über acht Immobilien. Dazu kamen fünf weitere Grundstücke, von denen aus Szenebekleidung und Tonträger vertrieben wurden. Laut Verfassungsschutz gab es 2016 fünf Immobilien.

Stadt untersagte Nutzung

Die in der Antwort an die Linksfraktion genannten Objekte liegen in Frankfurt (Oder), Lübben, Burg und Mittenwalde, Wandlitz, Bad Freienwalde und Strausberg sowie in Rathenow. Im Verfassungsschutzbericht 2017 waren noch zwei Standorte vermerkt, die inzwischen nicht mehr als rechte Treffpunkte aufgeführt werden: Eine Tagungsstätte in Brandenburg/Havel und ein Waldgrundstück in Finowfurt. Neu hinzugekommen sind 2018 die Treffpunkte in Burg und Strausberg.

Den ehemaligen Luftschutzbunker in Frankfurt (Oder) hatte die Kameradschaft Kommando Werwolf gemietet. Nach mehreren Veranstaltungen untersagte die Stadt im Februar 2018 die Nutzung.

Motorräder spielen keine Rolle

In Lübben betreibt der als rechtsextrem eingestufte Kickboxverein Northsidecrew in einer ehemaligen Diskothek seine Trainings- und Klubräume. Pension und Fährbetrieb mit Grundstück in Burg sind das Domizil der Brigade 8 - Chapter Spreewald. Sie gibt sich als Rockerklub aus, Motorräder spielen aber keine Rolle. Mitglieder nahmen laut Verfassungsschutz auch an Demonstrationen des rechtsgerichteten Cottbuser Vereins Zukunft Heimat teil.

Die Barnimer Freundschaft unterhält ein Klubhaus im Wandlitzer Ortsteil Klosterfelde. Sie gehört zu den rechtsextremistischen Bruderschaften und hat laut Verfassungsschutz gute Beziehungen zum NPD-Kreisverband Barnim.

Auftritt als Rockergruppe

Die Liegenschaft in Bad Freienwalde ist ein Grundstück mit einem Einfamilienhaus des Landesvorsitzenden der Partei Die Rechte, Robert Gebhardt, zugleich führender Kopf der Kameradschaft Märkisch Oder Barnim (KMOB). In den laut Verfassungsschutz als Sturmlokal bezeichneten Räume finden unter anderem Feiern statt.

Die AO Strausberg, die Garagen als Klubräume nutzt, tritt nach außen ebenfalls als Rockergruppe auf. Ihre Mitglieder tragen bei Szeneveranstaltungen Lederkutten mit entsprechenden Symbolen und Schriftzügen.

In Rathenow trifft sich die lokale rechtsextremistische Szene für Feiern, Konzerte und Liederabende in einem Kleingarten.

Von RND/dpa

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