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Brandenburg Kiffen und telefonieren als Zeitvertreib im Knast
Brandenburg Kiffen und telefonieren als Zeitvertreib im Knast
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12:13 27.02.2018
2015 stellten Beamte rund 150 Mobiltelefone sicher. Quelle: Julian Stähle
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Potsdam

In den Gefängnissen in Brandenburg werden immer öfter Handys und Drogen gefunden. 2015 stellten Beamte rund 150 Mobiltelefone sicher, knapp 40 mehr als im Jahr davor. Das gab das brandenburgische Justizministerium in Potsdam an.

Die Anzeigen wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz seien von rund 30 Fällen 2014 auf knapp 50 im vergangenen Jahr angestiegen. In der Regel handele es sich dabei laut Angaben um geringe Mengen THC-haltiger Substanzen wie Haschisch oder Marihuana und Amphetamine.

Insassen schleusten Mobiltelefone und Drogen über Besucher, Gefangene auf Freigang oder in Paketen und Briefen ein, hieß es. Außerdem würden die verbotenen Gegenstände über Anstaltsmauern geworfen.

Die Handys und Betäubungsmittel stellten Justizbeamte bei Kontrollen von Hafträumen, Gefangenen oder Besuchern sowie der Post sicher.

Für versteckte Mobiltelefone werden laut Ministerium in allen Brandenburger Justizvollzugsanstalten Handyfinder benutzt, die eingeschaltete Geräte orten können.

Internet im Gefängnis?

Anfang März sorgte der Plan der brandenburgische Justizverwaltung für großes Aufsehen, drei der fünf Gefängnisse im Land noch in diesem Jahr mit Multimediaboxen auszurüsten. Damit könnten die Insassen Fernseh- und Radioprogramme empfangen, telefonieren sowie anstaltsinternen E-Mails schreiben. „Grundsätzlich ist es mit dieser technischen Ausstattung möglich, den Insassen eine Internetanbindung und die damit einhergehenden Kommunikationsmöglichkeiten zu ermöglichen“, sagte ein Sprecher. Der Plan rief zahlreiche Kritiker auf den Plan.

Von MAZonline

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