Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Kindsmord nach 40 Jahren vor Gericht
Brandenburg Kindsmord nach 40 Jahren vor Gericht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:32 01.04.2016
Quelle: dpa-Zentralbild
Anzeige
Neuruppin,


Einen mehr als 40 Jahre alten Mordfall rollt das Landgericht Neuruppin auf. Eine 74 Jahre alte Frau, die heute in Göttingen (Niedersachsen) wohnt, soll im November 1974 in Schwedt in der Uckermark ihren achtjährigen Sohn getötet haben. Dazu soll sie der Anklage zufolge Kohlenmonoxidgas benutzt haben.

Der ehemaligen DDR-Bürgerin wird vorgeworfen, ihr schlafendes Kind nachts in die Küche getragen und in der Nähe des Gasherds abgelegt zu haben. Danach soll sie das bewusstlose Kind zum Sterben in sein Bett gelegt und am nächsten Morgen einen Arzt geholt haben.

Strafanzeige wurde anonym gestellt

Das Verfahren geht auf eine anonyme Strafanzeige aus dem Jahr 2009 zurück, wie eine Sprecherin des Landgerichts am Freitag erklärte. Der Mordprozess gegen die Beschuldigte soll am 27. April beginnen. Weitere drei Verhandlungstage sind vorgesehen.

Die Tat wäre gemäß DDR-Recht eigentlich nach 25  Jahren, also im Jahr 1999, verjährt. Mit der Wiedervereinigung war allerdings in einem besonderen Paragrafen festgelegt worden, dass Morde aus der DDR-Zeit nicht mehr verjähren können. Deswegen konnte der Fall nun, nach mehr als 40 Jahren doch noch verhandelt werden.

Alte Beweise bringen neue Erkenntnisse

Der Fall dürfte einer der ältesten Kriminalfälle aus DDR-Zeiten sein, der Jahrzehnte später noch die Justiz beschäftigt. Experten des Landeskriminalamtes in Eberswalde (Barnim) arbeiten daran, mit modernen Mitteln alte Beweisstücke neu auszuwerten. So konnte 2003 ein sächsischer Kraftfahrer wegen der Vergewaltigung eines Mädchens im Jahr 1988 in Velten (Oberhavel) überführt werden. Spurensucher konnten Spermareste vom Rock des Opfers auswerten.

Von Christof Bock

Am Freitagmittag ging rund um den S-Bahnhof Ostkreuz in Berlin nichts mehr. Kein Zug fuhr, der Verkehr wurde umgeleitet und das Gebäude geräumt. Grund war ein verdächtiger Koffer, den ein Mannan einem Bauzaun anschloss und verschwand. Als er wenig später in Begleitung zweier Bekannter wiederkam, komplizierten Sprachschwierigkeiten die ganze Situation.

01.04.2016

Auf der Autobahn bei Erfurt ist Mitte März ein Wolf überfahren worden. Inzwischen ist klar: Das Tier stammt aus einem Brandenburger Rudel. Naturschützer bedauern das Ableben sehr, denn in Thüringen hat sich bisher nur eine Wölfin angesiedelt.

01.04.2016
Brandenburg Fund und Entschärfung am Freitag - Bombe in der Innenstadt von Cottbus

In der Innenstadt von Cottbus ist heute Morgen eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden – und wurde noch am gleichen Tag unschädlich gemacht. Neben der Bombe gab es weitere Funde: Teile eines Skeletts.

01.04.2016
Anzeige