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Kita-Streik in Brandenburg geht weiter

Verdi und Arbeitgeberverbände treffen sich in Berlin Kita-Streik in Brandenburg geht weiter

Es gab Gespräche und es wird weitere Verhandlungen geben, aber noch ist kein Ende im Kita-Streik in Sicht. Die Erzieherinnen und Erzieher werden auch diese Woche (zunächst) weiter streiken. Doch es gibt einen Silberstreif am Horizont. Verdi Chef Fran Bsirske hat angekündigt, dass man aufeinander zugehen wird.

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Potsdam. Der Streik in den Brandenburger Kindertagesstätten wird auch am Montag in der nunmehr vierten Woche fortgesetzt. Laut Gewerkschaft Verdi soll der unbefristete Streik andauern, bis es zu einer Einigung mit den Arbeitgebern gekommen ist. Am Freitag hatten sich am Ausstand mit Schwerpunkt in Ostbrandenburg 1300 Gewerkschaftsmitglieder beteiligt.

Am Montag wird es in Berlin für die bundesweit rund 240.000 Erzieherinnen und Erzieher zwischen Verdi und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände wieder Gespräche geben. Verdi fordert deutlich bessere Eingruppierungen, was die Arbeitgeber als zu teuer ablehnen.

Bsirske macht Eltern Hoffnung
Verdi-Chef Frank Bsirske rechnet bei den Tarifverhandlungen mit einer Annäherung zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern. Betroffenen Eltern machte er in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" zumindest Hoffnung: "Sie können erwarten, dass die Tarifparteien aufeinander zugehen." Allerdings werde man nicht einknicken. "Solange kein annehmbares Ergebnis der Verhandlungen vorliegt, streiken wir weiter."

Streik seit dem 8. Mai
Der unbefristete Streik läuft seit dem 8. Mai. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und die Gewerkschaften - neben Verdi auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und der Deutsche Beamtenbund dbb - kommen am Montagabend in Berlin erstmals seit Streikbeginn wieder zu Gesprächen zusammen.

"Nach den Verhandlungen wird die Streikdelegiertenversammlung voraussichtlich am Donnerstag darüber abstimmen, ob ihr das Ergebnis ausreicht, um die Streiks zu beenden", sagte Bsirske der Zeitung. Verdi-Sprecher Christoph Schmitz sagte, Ziel der Gewerkschaft sei, zu einer Einigung zu kommen. "Das Problem ist, dass die Positionen noch sehr weit auseinanderliegen."

Zehn Prozent mehr
Die Gewerkschaften fordern eine höhere Eingruppierung der Erzieher und Sozialarbeiter. Das würde laut Verdi zu Einkommensverbesserungen von im Schnitt zehn Prozent führen.

Das Angebot der Arbeitgeber sieht nach Darstellung von VKA-Präsident Thomas Böhle Verbesserungen für rund die Hälfte der Beschäftigten vor: Erzieher mit besonderen Aufgaben bekämen demnach bis zu 443 Euro mehr im Monat, Leiter von Kitas 448 Euro.

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