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Brandenburg „Kochzimmer“ verliert Stern – wegen Umzugs
Brandenburg „Kochzimmer“ verliert Stern – wegen Umzugs
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02:32 15.11.2017
Ab 1. Dezember Chef in der „Gaststätte zur Ratswaage“ in Potsdam: Jörg Frankenhäuser.
Potsdam


Das „Kochzimmer“ bezieht einen prominenten Ort: Die „Gaststätte zur Ratswaage“ am Neuen Markt im Potsdamer Stadtzentrum – nicht zu verwechseln mit dem benachbarten Restaurant „Waage“, das im Gebäude der ehemaligen Waage italienische Speisen anbietet.

Zum Landtag und dem neuen Potsdamer Publikumsmagnet Museum Barberini sind es nur wenige Hundert Meter. Gasthaus ist das Eckgebäude schon seit 1783 – Friedrich II. wollte es so, schließlich lag seine Residenz um die Ecke. Der Bau wurde vom Lieblingsarchitekten des Alten Fritz, Georg Wenzeslaus Knobelsdorff, entworfen. Im Zweiten Weltkrieg verschont, war das Haus bis 1977 Restaurant, dann schloss die Baupolizei es wegen Verfalls. Ab 1996 saniert, war die „Gaststätte zur Ratswaage“ wieder Restaurant, bis der letzte Pächter, Gottfried Specker, die Adresse 2008 verließ.

„Wir sehen uns als Bestandteil des Gebäudeensembles“, sagt der neue Hausherr Jörg Frankenhäuser. Die gigantischen 50er-Jahre-Leuchter mit je 36 Glüh­birnen, die Frankenhäuser vorfand, werden den großen Gastraum dominieren. Den Hof mit dem Brunnen aus dem 18. Jahrhundert will der Gastronom mit Holz auslegen und so einen geschützten Freisitz mit 30 Plätzen schaffen.

Der Standort hat viele Vorteile: Mitten im Regierungsviertel gelegen, ist die Politikprominenz nah, Verbandsvertreter und Kulturtouristen kommen hinzu als potenzielle Gäste. Seit Eröffnung des Museums Barberini haben außerdem Potsdams beste Gas­tronomen 20 bis 30 Prozent mehr Umsätze gemacht, hat Frankenhäuser recherchiert. Im Schnitt verbrächten Übernachtungsbesucher in Potsdam knapp 2,5 Nächte. Die Zeit würde also für einen Besuch im Michelin-gekrönten „Friedrich Wilhelm“ und in der „Gaststätte zur Ratswaage“ reichen.

Von Ulrich Wangemann

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