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Brandenburg Kohle in der Lausitz: Schuld an Sulfatbelastung
Brandenburg Kohle in der Lausitz: Schuld an Sulfatbelastung
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20:41 24.07.2015
Braunkohle wird in der Lausitz abgebaut. Laut Gutachten ist der Tagebau für die Verunreinigung der Spree verantwortlich. Quelle: dpa
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Berlin

Die Spree ist stark mit Sulfaten belastet. Möglicherweise könnten die Folgen bald auch im Berliner Trinkwasser spürbar sein. Vor allem der aktive Bergbau ist, hat ein Gutachten ergeben, für die Sulfat-Belastung der Spree verantwortlich. Demnach entfallen auf die Braunkohleförderung und den Betrieb der Kraftwerke in der Lausitz 54 Prozent der Einträge. Es folgen ehemalige Bergbau-Gebiete, die der Bergbausanierer LMBV betreut, mit 30 Prozent. Der Rest wird natürlichen Ursachen zugeschrieben.

Das Gutachten wurde im Auftrag der LMBV vom Institut für Wasser und Boden in Dresden erstellt und in dieser Woche auf der LMBV-Webseite veröffentlicht. Der Spiegel berichtet, das Gutachten sei wochenlang vorenthalten worden.

Das Problem der Sulfat-Salze geht laut Gutachten unter anderem auf die Einleitung aus Grubenwasser-Behandlungsanlagen der Braunkohleförderung zurück. Aber auch stillgelegte Tagebaue sind ein Problem. Als sie noch aktiv waren, wurde das Grundwasser für die Förderung abgepumpt. Jetzt kommt es zurück und spült freigelegtes Sulfat in die Flüsse. Immer wieder hatte es in der Vergangenheit Klagen über erhöhte Sulfat-Werte gegeben. Die Autoren des Gutachtens gehen davon aus, dass die Sulfat-Belastung der Spree ihren Höhepunkt erreicht hat. „Ein weiterer starker Anstieg der Sulfat-Frachten wird nicht erwartet“, heißt es in dem Papier.

Die Grünen-Fraktion im Potsdamer Landtag forderte vom Energiekonzern Vattenfall, sich finanziell stärker an der Lösung des Sulfat-Problems zu beteiligen. „Er als Verursacher muss für die Behebung der durch Sulfat entstehenden Probleme bezahlen und nicht etwa die Kunden der Wasserwerke, die mit erheblichem technischen Einsatz darauf hinarbeiten müssen, die Trinkwasserstandards einzuhalten“, sagte die energiepolitische Sprecherin Heide Schinowsky in einer Mitteilung.

Von MAZonline und dpa

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