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Brandenburg Kohlekommission: Falsche Beschäftigungszahlen?
Brandenburg Kohlekommission: Falsche Beschäftigungszahlen?
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15:13 13.07.2018
Kohleabbau im Lausitzer Revier. Quelle: dpa
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Berlin

Die Kohlekommission des Bundes, die bis Ende des Jahres einen Weg aus der Kohle-Stromproduktion vorschlagen soll, kam am Freitag zu ihrer ersten Arbeitssitzung in Berlin zusammen. Unter der Leitung von Bahnvorstand Roland Pofalla ging es laut Tagesordnung zunächst um die Strukturdaten der Braunkohlereviere und die wirtschaftlichen Folgen eines Braunkohleausstiegs. Am Nachmittag sollte auch der Potsdamer Klimaforscher Ottmar Edenhofer, Chefökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgeforschung (PIK) einen Vortrag halten. Außerdem sollte das Thema Versorungssicherheit behandelt werden.

Gutachten mit falschen Arbeitsmarktzahlen?

Im Vorfeld der Arbeitssitzung warnte die braunkohlekritische Umweltgruppe Cottbus davor, bei der Abwägung der wirtschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Folgen eines Kohleausstiegs mit falschen Zahlen zu hantieren. In einem Gutachten des Bundeswirtschaftsministeriums wird die Beschäftigtenzahl im Lausitzer Kohlerevier mit 8278 (Stand Ende 2016) angegeben. Nicht ausgewiesen ist in dem Papier jedoch, dass in dieser Zahl 410 Mitarbeiter der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV) enthalten sind –also Angestellte der öffentlichen Verwaltung. Die LMBV saniert unter anderem die stillgelegten Tagebaue aus DDR-Zeiten.

„Den Kommissionsmitgliedern sollen hunderte vom Steuerzahler finanzierte Jobs als Teil der privaten Kohlenwirtschaft untergejubelt werden. So wird die Bedeutung der Branche für die Regionen überhöht dargestellt“, kritisierte René Schuster von der Grünen Liga. „Angesichts der weitreichenden Schlussfolgerungen, die aus den Arbeitsplatzzahlen abgeleitet werden, ist dringend mehr Sachlichkeit und Gründlichkeit nötig“, sagte er.

Von Torsten Gellner

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