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Kollege Roboter im Rennen um Wirtschaftspreis

Innovationspreis Berlin-Brandenburg Kollege Roboter im Rennen um Wirtschaftspreis

Ein menschenähnlicher Fabrikroboter, ein revolutionärer Erdwärmespeicher und eine Software zur schnellen Produktion von interaktiven seriellen Inhalten: Die Nominierten für den Innovationspreis Berlin-Brandenburg stehen fest. Die Auszeichnung wird am 27. November in Potsdam verliehen.

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Gute Laune am Fließband: „workerbot3“ von pi4 robotics.

Quelle: Promo

Potsdam. Er hat sich ein Lächeln aufgesetzt, schuftet im Akkord und in den Verdacht, eine innerbetriebliche Revolution anzuzetteln, gerät er so schnell nicht: Gestatten, das ist „workerbot3“, die neueste Entwicklung aus dem Hause pi4 robotics GmbH. Die Berliner Firma ist eine von sieben Kandidaten für den diesjährigen Innovationspreis Berlin Brandenburg, der am 27. November in Potsdam verliehen wird. Im Wettbewerb ist auch ein Langzeitenergiespeicher aus Fürstenwalde (Oder-Spree)

„Unsere Roboter können eine Berufsausbildung machen“, sagt Firmenchef Matthias Krinke. Soll heißen: Der menschenähnliche Fabrikarbeiter ist nicht darauf angewiesen, dass eigens für ihn eine Arbeitsumwelt geschaffen wird. Stattdessen passt er sich an die Gegebenheiten an. Mit der richtigen Ausbildung sucht „workerbot3“ beispielsweise nach spezifischen Gegenständen, ohne die genaue Position zu kennen. Möglich machen das „sehende Hände“, wie Krinke erklärt – Greifarme mit Kameras. Ist der humanoide Fabrikarbeiter ein willfähriger Erfüllungsgehilfe misanthropischer Chefs? Eine Arbeitsplatzvernichtungsmaschine? Robotervater Krinke beschwichtigt. Seine Zöglinge ermöglichten eine kostengünstige Produktion auch in Europa, vielleicht könnten Kapazitäten zurückgewonnen werden, die für immer an Billiglohnländer verloren geglaubt waren. Krinke ist überzeugt: „Roboter retten Arbeitsplätze.“

Eine unter 100 Konkurrenten überzeugende Bewerbung gab auch deematrix Energiesysteme GmbH aus Fürstenwalde (Oder-Spree) ab. Die Firma hat den Erdwärmespeicher„eTank“ entwickelt, ein Hybrid aus Speichertechnologie und weiterentwickelter Geothermie, wie Chef Axel Popp erklärt. Die plakative Erklärung: Die Wärme des Sonnenlichts wird im Erdreich so lange gespeichert, bis sie gebraucht wird – im sonnenarmen Winterhalbjahr. „Es funktioniert“, sagt Popp. Seit 2013 ist die Erfindung marktreif. Einsatzgebiet sind nicht nur besonders effiziente Energiesparhäuser, sondern auch Altbauten wie auf der Märkischen Scholle in Lichterfelde-Süd. Dort werden derzeit 841 Wohnungen mit „eTank“-Anschluss ausgestattet.

„Gamebook Technology“ heißt eine webbasierte Software, die aus Potsdam kommt und von der Experimental Game GmbH entwickelt wurde. Das Werkzeug verbindet klassische Erzähltechniken aus Literatur und Film mit modernen digitalen Produktionsmethoden. Die Macher versprechen, dass es vom analogen Drehbuch zur interaktiven Computer-Sequenz nur wenige Minuten dauert.

Die übrigen Kandidaten kommen aus Berlin – wie „workerbot3“. Der könnte übrigens auch enttäuscht den Kopf schütteln, falls es nichts wird mit dem Preis. Der humanoide Fabrikarbeiter ist dem Menschen ähnlicher, als es auf den ersten Blick scheint.

Von Bastian Pauly

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