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Brandenburg Kommentar: Das ist Terror
Brandenburg Kommentar: Das ist Terror
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10:03 23.11.2015
Anschlag auf einen Jugendklub, der auch Asyl-Treff ist, am Freitag in Jüterbog.   Quelle: Julian Stähle
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Jüterbog

 Im beschaulichen Jüterbog wird wie überall in Deutschland seit Wochen darüber diskutiert, ob oder wie wir das schaffen mit der hohen Zahl hilfesuchender Menschen aus Syrien, Afghanistan oder dem Irak. Es gibt Befürworter und Ablehner der deutschen Flüchtlingspolitik.

MAZ-Chefredakteur Thoralf Cleven Quelle: MAZ

Das ist normal, das gehört zur Demokratie. Wer allerdings einen (christlichen) Jugendklub, der sich um Flüchtlinge kümmert, in die Luft jagen will und dabei zumindest Verletzungen billigend in Kauf nimmt, der ist nicht mehr normal. Es spielt auch keine Rolle, ob dabei Sprengstoff oder Böller zum Einsatz gekommen sind. Der Anschlag in Jüterbog, das ist Terror!

Denn, was dort passierte, hat nur einen Sinn: Menschen einzuschüchtern, ihnen Angst zu machen, sie von ihrem Engagement abzuhalten. Auch wenn noch nicht klar ist, wer die Verantwortung trägt: Als Streich dummer Jungen dürfen wir das auf keinen Fall durchgehen lassen.

In Jüterbog wurde offenbar eine Grenze überschritten, nämlich die zwischen Protest und Gewalt. Jedenfalls wird es kaum ein Zufall sein, dass die Detonationen einen Klub jugendlicher Flüchtlings-Helfer zerstörte. Helfer übrigens, die Brandenburgs AfD-Chef Gauland noch zwei Tage vor dem Anschlag in Jüterbog im Landtag als „nützliche Idioten“ eingestuft hatte.

Abgesehen davon, wer hier in Wahrheit der nützliche Idiot ist: Jüterbog sollte Anlass genug sein, dass einige in Zeiten einer hysterisch anmutenden Flüchtlingsdebatte wieder ihr Hirn einschalten.

Von Thoralf Cleven

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