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Brandenburg Woidkes Fauxpas
Brandenburg Woidkes Fauxpas
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21:03 15.03.2019
In der Kritik: Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Quelle: Patrick Pleul/dpa
Potsdam

Der Regierungschef stellt sich den Fragen der Bürger. Das ist an sich eine gute Sache in Zeiten aufgeheizter Debatten. Brandenburgs Ministerpräsident tut dies seit Oktober 2018 in einem neuen Format. Jetzt ist der Bürgerdialog in die Kritik geraten. Die Kritik ist einerseits überzogen. Andererseits: Selbst schuld. Woidke selbst hat die Diskussion nämlich befeuert.

Fauxpas: Bürgerdialog in den Wahlkampf eingebracht

Wenn Woidke in einem Interview zu schlechten SPD-Werten und Wahlkampf auf die Bürgerdialoge verweist, dann liefert er der Opposition natürlich eine Steilvorlage. Eigentlich wollte er damit nur sagen, dass er rausgeht und den Menschen zuhört. Sein Fauxpas aber: Er stellte die Veranstaltungsreihe der Staatskanzlei ganz ohne Not in den Wahlkampfkontext der schwächelnden SPD.#

Woidkes Vorbild von der CDU in Sachsen

Kein Wunder, dass die CDU nun mit dem Vorwurf kommt, Woidke betreibe Wahlkampf auf Steuerzahlerkosten. Das aber geht zu weit. Soll Woidke sich dem Gespräch mit den Bürgern etwa verweigern, damit er ja nicht in den Verdacht gerät, er nutze die Reihe dafür, seine Popularitätswerte aufzupolieren? Das wäre politisch naiv. Und auch bigott. In Sachsen nämlich macht der CDU-Ministerpräsident dasselbe. Streng genommen ist Michael Kretschmer mit seinem Sachsendialog sogar Woidkes Vorbild.

Von Torsten Gellner

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