Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Diskussion um den neuen Job von Diana Golze ist demütigend
Brandenburg Diskussion um den neuen Job von Diana Golze ist demütigend
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
01:16 16.12.2018
Diana Golze Quelle: dpa
Potsdam

Der nahtlose Wechsel aus der Spitzenpolitik in gut bezahlte Anschluss-Jobs, meist Chefetagen der Wirtschaft, war schon immer ein öffentliches Ärgernis. Zu Recht gibt es dafür gesetzliche Zwangspausen – auch in Brandenburg. Der Fall von Ex-Sozialministerin Diana Golze, über den sich SPD und Linke momentan in den Haaren liegen, fällt nicht in diese Rubrik. Aus mehreren Gründen.

Der angepeilte Job bei der Arbeiterwohlfahrt Potsdam ist weder eine leitende Position noch gibt es dafür ein überhöhtes Gehalt. Die Berührungspunkte mit ihrem Minister-Job sind vorhanden, aber marginal und wiegen als möglicher Grund für eine Untersagung nicht schwer. Da ihr Rücktritt im Pharma-Skandal überraschend kam, kann ihr auch niemand vorhalten, den Wechsel von langer Hand vorbereitet zu haben.

SPD zielt auf maximale Demütigung

Hinzukommt, dass sie bei Übernahme des Jobs die Steuerkasse entlastet. Sonst würde sie das volle Übergangsgeld für Ex-Minister kassieren – ohne etwas zu tun.

Golze hat als Ministerin schwere Fehler gemacht. Ihr Rücktritt war unausweichlich. Ihr aber beim beruflichen Neustart in einem Wohlfahrtsverband derart Steine in den Weg zu legen, ist unwürdig und zielt auf maximale Demütigung. Die SPD muss aufpassen, dass sie den Bogen nicht überspannt. Denn es könnte am Ende auf sie zurückfallen.

Von Igor Göldner

Mit dem Werner-von-Siemens-Ring erhält der Mäzen eine der höchsten deutschen Auszeichnungen in Naturwissenschaft und Technik.

13.12.2018

Von der Haftstrafe gegen den Todesfahrer von der A2 erhofft sich der Brandenburger Feuerwehrverband eine abschreckende Wirkung – die Tragödie habe die Politik aufgerüttelt.

13.12.2018

In der Gedenkstätte Sachsenhausen wurde am Donnerstag der ermordeten Sinti und Roma der NS-Zeit gedacht. Gewarnt wurde vor einer erstarkenden Ausgrenzung. Der AfD wurde die Kranzniederlegung verweigert.

13.12.2018