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Kopfschuss: Supermarkt-Räuber schweigt

Prozess in Hannover Kopfschuss: Supermarkt-Räuber schweigt

Er soll nicht nur geraubt, sondern auch gemordet haben: Der sogenannte Supermarkt-Räuber steht seit Mittwoch in Hannover vor Gericht. Er soll bundesweit 24 Überfälle begangen haben, darunter in Neuruppin, Schwante, Nauen und in der Stadt Brandenburg. Einer der Überfälle endete tödlich.

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Bei dem Überfall Hannover wurde ein Kunde getötet.

Quelle: dpa

Hannover. Im Prozess um eine bundesweite Serie von Überfallen auf Supermärkte mit einem Toten und mehreren Verletzten hat der Angeklagte vor Gericht geschwiegen.

Für die Allgemeinheit gefährlich

Der 42-Jährige ist wegen Raubmordes angeklagt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm eine Serie von 24 Überfällen vor. Für ihn komme nach einer Haftstrafe eine Sicherungsverwahrung in Betracht, da er für die Allgemeinheit gefährlich sei, sagte der Staatsanwalt bei Verlesung der umfangreichen Anklage vor dem Landgericht Hannover.

Überfälle auch in Brandenburg

Dem Mann werden Überfälle in Brandenburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Bayern und Sachsen-Anhalt zur Last gelegt. Unter anderem soll er am 29. April den Lidl in Neuruppin und am 20. Februar den Netto in Schwante überfallen haben. Auch in Nauen und Brandenburg an der Havel schlug der Mann zu.

Schüsse in Kopf und Oberkörper

Am 4. Dezember 2014 soll er in Hannover einen 21-jährigen Kunden mit zwei Schüssen in die Schläfe und den Oberkörper getötet haben. Ein weiterer zufällig hereinkommender 29 Jahre alter Kunde wurde durch einen Schuss in den Oberschenkel schwer verletzt.

Auch bei anderen Überfällen soll der Supermarkträuber äußerst brutal vorgegangen sein. Einer Kassiererin schoss er laut Anklage in den Fuß. An acht Tatorten gab der Räuber demnach Schüsse ab, wenn er nicht gleich den Inhalt der Kasse bekam.

Mit diesem Foto hat die Polizei nach dem Räuber gefahndet

Mit diesem Foto hat die Polizei nach dem Räuber gefahndet.

Quelle: Polizei

Handy-Ortung führt zum Täter

Die Ermittlungsgruppe „Discounter“ hatte deutschlandweit nach dem korpulenten Mann mit Schiebermütze gefahndet. Auf die Spur kamen die Ermittler ihm über sein Handy, das er stets eingeschaltet bei den Überfällen dabei hatte. Anhand von DNA-Spuren konnten dem Angeklagten Überfälle unter anderem in Nordrhein-Westfalen und Bayern zugeordnet werden.

Als das Handy sich Ende Juni bei der Einreise des Mannes aus Polen ins deutsche Netz einloggte, nahmen die Fahnder ihn bei Dresden fest. Sie gehen davon aus, dass er jeweils für die Taten nach Deutschland reiste.

Von MAZonline

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