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Korruption am BER: Verdächtiger in U-Haft

Möglicher Durchbruch bei Ermittlungen Korruption am BER: Verdächtiger in U-Haft

Es könnte ein Durchbruch bei den Ermittlungen zu Korruptionsfällen am geplanten Hauptstadtflughafen BER sein. Ein früherer BER-Manager sitzt in Untersuchungshaft – weil Flucht- und Verdunklungsgefahr besteht. Für 350 000 Euro Kaution könnte er auf freien Fuß kommen.

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Am BER soll es zu Bestechung gekommen sein.

Quelle: imago stock&people

Schönefeld. Die Geldübergabe dürfte filmreif gewesen sein. Auf einem Rasthof kurz vor dem Dreieck Wittstock an der A24 nahm der BER-Bereichsleiter Francis G. aus Potsdam einen braunen DIN-A-4-Umschlag in die Hand. Inhalt: 150000 Euro in Bar. Übergaben von einem Regionalleiter des niederländischen Gebäudeausrüsters Imtech, das am Flughafen BER unter anderem für die Brandschutzanlage zuständig ist. Kurz nach der Geldübergabe soll Francis G. an seinem Arbeitsplatz in Schönefeld (Dahme-Spreewald) dafür gesorgt haben, dass eine 65-Millionen-Euro-Zahlung für einen Imtech-Auftrag freigegeben wurde, ohne zu prüfen, ob der Baukonzern die Leistungen überhaupt ausgeführt hatte. Angenehmer Nebeneffekt: Das in finanzielle Schieflage geratene Unternehmen Imtech war plötzlich wieder flüssig. So berichtet es das „ Handelsblatt “.

Seit dem 15. Mai sitzt der Ex-BER-Manager Francis G. in Untersuchungshaft, wie der Neuruppiner Oberstaatsanwalt für Korruption, Frank Winter, der MAZ bestätigte. „Es lagen mehrere Haftgründe vor: dringender Tatverdacht, Fluchtgefahr und Verdunkelungsgefahr“, sagte Winter. Zu den Details der Schmiergeldaffäre wollte sich Winter nicht weiter äußern, da dies die laufenden Ermittlungen gefährden könne. Doch der Haftbefehl gegen Francis G. dürfte ein Durchbruch für die seit Ende vergangenen Jahres dauernden Ermittlungen bedeuten.

Laut „Handelsblatt“ sollen Francis G. und zwei ehemalige Imtech-Manager zumindest teilweise geständig sein. Der frühere Chef des Gebäudeausrüsters soll zugegeben haben, Bestechungen für den BER genehmigt zu haben.

Für 350000 Euro Kaution, die Hinterlegung von Reisepass und Personalausweis könnte G. wieder auf freien Fuß kommen. Laut Neuruppiner Amtsgericht wurde bislang noch kein Antrag auf Aussetzung der U-Hauft gestellt.

Von Torsten Gellner

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