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Korruptionsjäger prüfen Umbau am BER

Flughafenbau Korruptionsjäger prüfen Umbau am BER

Auch der Umbau der Brandschutzanlage des Pannenflughafens BER in Schönefeld ist ein Feld für Korruption. Ob sich an den Aufträgen jemand unzulässig bereicherte, ist jetzt von Kontrolleuren überprüft worden. Über das Ergebnis gibt es unterschiedliche Meinungen.

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Ärgernis Nummer eins: die Brandschutzanlage.

Quelle: dpa

Berlin. Der laufende Umbau der Brandschutzanlage am neuen Berliner Flughafen BER ist zum Fall für die Korruptionsjäger geworden. Die sogenannte Compliance-Abteilung, die intern über die Regeltreue wacht und damit auch für die Korruptionsvermeidung zuständig ist, ging in diesem Herbst nach Flughafenangaben Hinweisen auf mögliche Regelverstöße bei dem millionenschweren Projekt nach. „Das Ergebnis der Prüfung ist, dass es keine Anhaltspunkte etwa für unnötige Umbauten oder eine überdimensionierte Entrauchungssteuerung gibt“, sagte Flughafensprecher Ralf Kunkel am Freitag.

„Bild.de“ dagegen berichtete, der Umbau beruhe nach Aussage eines beteiligten Gutachters auf fehlerhaften Simulationen und sei womöglich überdimensioniert. Das würde Technikchef Jörg Marks in Erklärungsnot bringen, in dessen Zeit als Siemens-Regionalchef der Konzern den Auftrag vom Flughafen erhielt. Kunkel betonte jedoch, der Artikel sei unzutreffend.

Aufsichtsrat will mehr Tempo am BER

An diesem Freitag ist in Berlin-Tegel der Flughafen-Aufsichtsrat zu einer regulären Sitzung zusammengekommen. Dabei soll es vor allem um den Stand der Arbeiten am neuen Hauptstadtflughafen gehen. „Wir haben den bekannten Verzug von drei bis vier Monaten“, sage der Berliner Flughafenkoordinator Engelbert Lütke Daldrup. „Die Geschäftsführung hat uns eine Überarbeitung des Terminplans vorgelegt, und die werden wir heute beraten.“ Eine Eröffnung des Flughafens im Jahr 2017 sei weiterhin möglich, versicherte der Staatssekretär.

Thema der Aufsichtsratssitzung ist auch der Wirtschaftsplan der Flughafengesellschaft. Ebenso dürfte die Finanzierung des Neubaus eine Rolle spielen. Das Unternehmen wartet darauf, dass die EU-Kommission den Finanzrahmen von zuletzt 5,4 Milliarden Euro auf 6,9 Milliarden Euro erhöht. Nach Medienberichten gibt Brüssel möglicherweise nicht die komplette Summe frei. Bei Baubeginn 2006 waren die Kosten mit 2 Milliarden Euro angegeben worden.

Bauarbeiten liegen hinter dem Zeitplan

Wegen langwieriger Planungsarbeiten und der Pleite des Gebäudeausrüsters Imtech liegen die Betreiber drei bis vier Monate hinter dem Zeitplan, der vor einem Jahr festgelegt worden war. Seit einem Monat gilt deshalb teilweise eine Sechs-Tage-Woche auf der Baustelle.

Von MAZ-online

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