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Brandenburg Kraftwerk Jänschwalde investiert Millionen
Brandenburg Kraftwerk Jänschwalde investiert Millionen
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00:17 04.11.2013
Blick auf das Kraftwerk Jänschwalde. Quelle: dpa
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Jänschwalde

Herzstück sei ein Brenner für Trockenbraunkohle, der die Ölfeuerung ablöst. Dadurch könne die Temperatur im Kessel besser reguliert werden. Somit lasse sich ein Kraftwerksblock bei Bedarf auf 20 Prozent der installierten Leistung herunterfahren, ohne ihn abschalten zu müssen.

Mit der Maßnahme könnten die Kraftwerke besser auf die täglich schwankende Einspeisung von Wind- und Sonnenenergie in das Stromnetz reagieren, erklärte Hartmuth Zeiß, Vorstandsvorsitzender der Vattenfall-Braunkohlen sparte. Gleichzeitig ermögliche die neue Technologie, die Emission des Treibhausgases Kohlendioxid weiter zu verringern.

Umweltschützer kritisieren die aus ihrer Sicht zu hohe Umweltbelastung durch Vattenfall-Kraftwerke. Das Unternehmen verweist darauf, dass durch Modernisierung in Jänschwalde seit 1990 die Emission von Staub um 96 Prozent gesenkt werden konnte, von Schwefeldioxid um 95 Prozent und von Stickoxid um 49 Prozent.

20 Jahre Schwarze Pumpe

  • 318000 Besucher haben das Kohlekraftwerk Schwarze Pumpe schon besichtigt. Die Grundsteinlegung war am 25. Oktober 1993.
  • Mit einer Investition von 2,3 Milliarden Euro war der Kraftwerksneubau eines der größten Bauvorhaben im Osten Deutschlands.
  • In den beiden 800 Megawatt-Blöcken wurden bisher 193 Millionen Tonnen Rohbraunkohle zu Strom und Fernwärme verarbeitet.
  • Hergestellt wird außerdem Dampf für Unternehmen im Industriepark an der Landesgrenze von Brandenburg und Sachsen.
  • Die zwei anderen Lausitzer Großkraftwerke von Vattenfall haben eine höhere Leistung. Das Kraftwerk im sächsischen Boxberg kann 2575 Megawatt Strom erzeugen, und das in Jänschwalde 3000 Megawatt.

Die Trocknung von Braunkohle sei derzeit eine Schlüsseltechnologie für neue Kraftwerkstechnik, erläuterte Uwe Grosser, Leiter Bergbau bei Vattenfall, gestern bei einer Feier in Schwarze Pumpe zum 50. Jubiläum der Brikettfabrik Mitte. Vattenfall nutzt die Trockenkohle nicht nur selbst, sondern erschließt sich dafür neue Kunden. Mit den veränderten Marktbedingungen habe sich die Produktpalette verändert, sagte Grosser. Auch der Braunkohlenstaub habe als Brennstoff neue Abnehmer gefunden, etwa in der Chemie- und Stahlindustrie. Er dient auch als Brennstoff in der Zement- und Asphaltindustrie, in Trocknungsanlagen sowie Heizkraftwerken.

Die Spremberger Fabrik produzierte seit 1963 mehr als 100 Millionen Tonnen Veredlungsprodukte. Das sind derzeit jährlich rund 800.000 Tonnen Briketts, eine Million Tonnen Braunkohlenstaub und 200.000 Tonnen Wirbelschichtbraunkohle.

dpa

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