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Kurt Beck fordert Zuschüsse für Terroropfer

Anschlag am Breitscheidplatz Kurt Beck fordert Zuschüsse für Terroropfer

Bisher flossen mehr als 1,5 Millionen Euro an die Opfer und Hinterbliebenen des Terroranschlags am Berliner Breitscheidplatz. Diese Summe soll aber weiter steigen, verriet der Opferbeauftragte Kurt Beck. Er plädierte für mehr finanzielle Unterstützung.

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Der Breitscheidplatz voller Kerzen. Viele Bürger gedachten den Opfern des Terroranschlags.
 

Quelle: dpa

Berlin. Rund acht Monate nach dem islamistischen Terroranschlag an der Gedächtniskirche wurden, laut dem Opferbeauftragten Kurt Beck, bisher mehr 1,5 Millionen Euro für die Unterstützung der Opfer und Hinterbliebenen aufgewendet. „Es ist aber noch einiges offen“, sagte Beck am Dienstag der „Berliner Zeitung“. Damit plädierte der SPD-Politiker für weitere finanzielle Zuschüsse, um die Anschlagsopfer besser zu unterstützen. Dafür gebe es den Härtefonds beim Bundesamt für Justiz, Mittel aus dem Opferentschädigungsgesetz für Gewaltopfer und die Verkehrsopferhilfe, ein Fonds der deutschen Versicherungswirtschaft, so Beck weiter.

Vielseitige Unterstützung

Seit März ist der ehemalige Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz Beauftragter der Bundesregierung für die Opfer und Hinterbliebenen des Terroranschlags. Beck kritisierte, dass es im Moment lediglich 10.000 Euro für denjenigen gebe, „der in so einem Fall einen Angehörigen ersten Verwandtschaftsgrades verliert“. Das sei sehr wenig, darüber müsse geredet werden, forderte Beck, der seinen Abschlussbericht zum Jahresende ankündigte.

Der Berliner Breitscheidplatz Minuten nach dem Anschlag

Der Berliner Breitscheidplatz Minuten nach dem Anschlag. Eine Schneise der Verwüstung zeichnet den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche.

Quelle: dpa

Neben finanziellen Mitteln gab es auch Unterstützung auf anderen Ebenen. Beck und seine Mitarbeiter besorgten schwer verletzten Menschen behindertengerechte Wohnungen. Einer jungen Frau wurden die Studienkosten von einem Unternehmer bezahlt. Dem polnischen Spediteur, mit dessen Lastwagen der Anschlag verübt wurde, erließen Firmen Schadensersatzforderungen.

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In Berlin ist kurz vor Weihnachten ein Anschlag mit einem Lastwagen verübt worden. Ein tonnenschwerer Lkw fuhr auf den Weihnachtsmarkt an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Dabei kamen zwölf Menschen ums Leben.

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Attentäter auf Flucht erschossen

Am 19. Dezember 2016 raste der  Attentäter Anis Amri mit einem geklauten Sattelschlepper auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche, dabei starben zwölf Menschen, knapp 70 wurden schwer verletzt. Vier Tage später wurde Amri auf seiner Flucht durch Europa bei einer Polizeikontrolle nahe Mailand von italienischen Polizisten erschossen.

Die Opfer wurden anschließend in Krankenhäusern, Tageskliniken und Reha-Einrichtungen untergebracht. Kurz Beck hatte Anfang Juni mitgeteilt, dass nach einem knappen halben Jahr noch bis zu 12 Verletzte in Kliniken behandelt wurden. Aktuelle Zahlen sind dem Berliner Senat jedoch nicht bekannt. Es gebe keine rechtliche Grundlage, um diese Zahl zu erfragen, hieß es in der Gesundheitsverwaltung. Zudem müssten der Persönlichkeits- und Datenschutz beachtet werden. Selbst die Senatskanzlei und die Innenverwaltung konnten dazu keine weiteren Informationen liefern.

 

Von MAZonline

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