Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Kurt Beck fordert Zuschüsse für Terroropfer
Brandenburg Kurt Beck fordert Zuschüsse für Terroropfer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:23 29.08.2017
Der Breitscheidplatz voller Kerzen. Viele Bürger gedachten den Opfern des Terroranschlags.   Quelle: dpa
Berlin

Rund acht Monate nach dem islamistischen Terroranschlag an der Gedächtniskirche wurden, laut dem Opferbeauftragten Kurt Beck, bisher mehr 1,5 Millionen Euro für die Unterstützung der Opfer und Hinterbliebenen aufgewendet. „Es ist aber noch einiges offen“, sagte Beck am Dienstag der „Berliner Zeitung“. Damit plädierte der SPD-Politiker für weitere finanzielle Zuschüsse, um die Anschlagsopfer besser zu unterstützen. Dafür gebe es den Härtefonds beim Bundesamt für Justiz, Mittel aus dem Opferentschädigungsgesetz für Gewaltopfer und die Verkehrsopferhilfe, ein Fonds der deutschen Versicherungswirtschaft, so Beck weiter.

Vielseitige Unterstützung

Seit März ist der ehemalige Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz Beauftragter der Bundesregierung für die Opfer und Hinterbliebenen des Terroranschlags. Beck kritisierte, dass es im Moment lediglich 10.000 Euro für denjenigen gebe, „der in so einem Fall einen Angehörigen ersten Verwandtschaftsgrades verliert“. Das sei sehr wenig, darüber müsse geredet werden, forderte Beck, der seinen Abschlussbericht zum Jahresende ankündigte.

Der Berliner Breitscheidplatz Minuten nach dem Anschlag. Eine Schneise der Verwüstung zeichnet den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. Quelle: dpa

Neben finanziellen Mitteln gab es auch Unterstützung auf anderen Ebenen. Beck und seine Mitarbeiter besorgten schwer verletzten Menschen behindertengerechte Wohnungen. Einer jungen Frau wurden die Studienkosten von einem Unternehmer bezahlt. Dem polnischen Spediteur, mit dessen Lastwagen der Anschlag verübt wurde, erließen Firmen Schadensersatzforderungen.

Kurz vor Weihnachten raste Anis Amri 2016 mit einem Lastwagen auf den Berliner Weihnachtmarkt an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Zwölf Menschen kamen dabei ums Leben. Die Bilder vom Breitscheidplatz nach dem Anschlag.

Attentäter auf Flucht erschossen

Am 19. Dezember 2016 raste der Attentäter Anis Amri mit einem geklauten Sattelschlepper auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche, dabei starben zwölf Menschen, knapp 70 wurden schwer verletzt. Vier Tage später wurde Amri auf seiner Flucht durch Europa bei einer Polizeikontrolle nahe Mailand von italienischen Polizisten erschossen.

Die Opfer wurden anschließend in Krankenhäusern, Tageskliniken und Reha-Einrichtungen untergebracht. Kurz Beck hatte Anfang Juni mitgeteilt, dass nach einem knappen halben Jahr noch bis zu 12 Verletzte in Kliniken behandelt wurden. Aktuelle Zahlen sind dem Berliner Senat jedoch nicht bekannt. Es gebe keine rechtliche Grundlage, um diese Zahl zu erfragen, hieß es in der Gesundheitsverwaltung. Zudem müssten der Persönlichkeits- und Datenschutz beachtet werden. Selbst die Senatskanzlei und die Innenverwaltung konnten dazu keine weiteren Informationen liefern.

 

Von MAZonline

Brandenburg Wünschewagen in Brandenburg - Letzter Wunsch: Eine Reise an die Ostsee

Noch ein einziges Mal das Meer sehen – wer könnte einer sterbenskranken Frau diesen letzten Wunsch abschlagen? Der Wünschewagen des Arbeiter-Samariter-Bundes macht solche Reisen möglich. Dabei sind die Ausflüge selten traurig, obwohl alle Beteiligten wissen, wie es um die Patienten steht. Ingrid Pott aus Falkensee war kurz vor ihrem Tod Passagierin des Busses.

29.08.2017

Heute startet das Volksbegehren: 80.000 Unterschriften wollen die Gegner der geplanten Kreisgebietsreform binnen der nächsten sechs Monate sammeln. Eine „sportliche Hürde“, wie es CDU-Landeschef Ingo Senftleben formuliert. Doch er ist optimistisch, das Ziel zu erreichen. Schließlich hoffen die Reform-Gegner mit der Kanzlerin auf eine prominente Unterstützerin.

29.08.2017

In einer Einfamilienhaussiedlung in Panketal wurde ein neugeborenes Baby entdeckt, die Besitzerin des Grundstücks fand das Neugeborene am späten Sonntagabend in ihrer Einfahrt. Die Polizei bleibt auf der Suche nach der Mutter und möglichen Zeugen bisher erfolglos.

29.08.2017