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Brandenburg Land erklärt offiziell: Es gibt keine Chemtrails
Brandenburg Land erklärt offiziell: Es gibt keine Chemtrails
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14:07 31.05.2016
Kondensstreifen am Himmel geben Anlass zu wilden Spekulationen. Quelle: dpa-Zentralbild
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Potsdam

Manche glauben, der Treibhauseffekt soll bekämpft werden. Andere vermuten, die Menschen sollen unfruchtbar gemacht werden. Einige wiederum sind sich sicher, dass Saatgutkonzerne die Äcker vergiften, um teure, resistente Sorten verkaufen zu können. Seit Jahren spekulieren Anhänger der Chemtrail-Theorie darüber, dass in einer groß angelegten Geheimaktion Chemikalien mit Flugzeugen versprüht werden. Die weißen Kondensstreifen am Himmel sind demnach keine Wölkchen, die durch Wasserdampf und Abgase entstehen, sondern Chemikalien, Gifte oder feinste Partikel, mit denen die Reflexion der Sonne geschwächt und so die globale Erwärmung gebremst werden soll.

Innenminister: „keine Hinweise über Flugzeugemissionen“

Nun hat sich die Brandenburger Landesregierung der Theorie angenommen und klargestellt: Es gibt keine Hinweise auf Chemtrails. Die Abgeordnete Andrea Johlige (Linke) hatte die Regierung danach gefragt, nicht weil sie selbst an Vergiftungsflugzeuge glaubt. Sie wollte wissen, ob es Verbindungen der Chemtrail-Anhänger zur rechten Szene gibt.

„Der Landesregierung liegen keine Hinweise über Flugzeugemissionen, die nicht auf die ausschließliche Verbrennung von Kerosin zurückzuführen sind, vor“, schreibt das Innenministerium. Im „Luftgütemessnetz“ des Landes und der Nachbarländer fänden sich keine Hinweise auf die vermuteten Chemikalien oder Nanopartikel. „Durch die bedeutende Zunahme des Flug-verkehrs hat der Bedeckungsgrad des Himmels mit Kondensstreifen und Zirren nachweislich zugenommen“, heißt es weiter. Dies werde gegenwärtig wissenschaftlich untersucht.

„Damit stellt die Landesregierung klar, dass es keine Hinweise darauf gibt, dass irgendjemand Chemikalien in der Atmosphäre versprüht“, fasst Johlige das Ergebnis zusammen. „Ich vermute allerdings, dass die ,Chemmies’ das nicht hören wollen.“

Von Torsten Gellner

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