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Brandenburg Land lässt illegale Mülldeponien räumen
Brandenburg Land lässt illegale Mülldeponien räumen
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09:12 19.12.2016
Bürger wollen die Neuendorfer Deponie weg haben. Quelle: Uwe Halling
Potsdam

Dank der guten Haushaltslage macht sich die Landesregierung daran, ab 2017 illegale Müllablagerungen zu beseitigen. Dafür stehen künftig 2,5 Millionen Euro jährlich zur Verfügung – bislang waren es nur 150.000 Euro. Als erste der mehr als 100 übers Land verteilten Anlagen sollen die Müllberge in einer ehemaligen Kartoffelsortieranlage in Neuendorf (Potsdam-Mittelmark) verschwinden.

Brandgefahr an Neuendorfs Halde soll gebannt werden

Dort hatte es 2011 ein mehrtägiges Großfeuer gegeben, auf der nahen Autobahn A9 ereignete sich währenddessen ein tödlicher Unfall wegen schlechter Sicht – ein Zusammenhang konnte aber nicht offiziell hergestellt werden. Eine Räumung der Halde scheitert seit Jahren, weil bei privaten Eigentümern nichts mehr zu holen war. Schließlich kaufte die Gemeinde Rabenstein die Anlage, damit jetzt Fördermittel fließen können – an Private hätte das Land sie nicht ausgereicht. So sind die Regeln für alle Orte, die ihre Altlasten loswerden wollen.

2011 kam es zu einem verheerenden Großbrand in Neuendorf. Quelle: MAZ-Archiv

Startschuss für die Umweltoffensive ist der 28. Dezember

Startschuss für die Umweltoffensive soll der 28. Dezember sein, dann soll die Beräumungskonzeption vorgestellt werden. Im Umweltministerium plant man zunächst mit einer vierjährigen Laufzeit, also einem Volumen von zehn Millionen Euro. Zwar haben die Landesbehörden bisher schon in Einzelfällen Müllberge abfahren lassen, aber erstmals sieht das Budget jetzt einen festen größeren Posten für die Beseitigung dieser Altlasten vor.

„Jahrelang haben wir versucht, dieses Geld zu bekommen – es wurde immer gestrichen“, erklärt Günter Hälsig, zuständiger Abteilungsleiter im Umweltministerium. Er erwartet, dass den Verantwortlichen in den Gemeinden „ein Stein vom Herzen fällt“, denn die Schuttberge blockierten die Entwicklung in den Orten, zögen spielende Kinder an seien also unfallträchtige Orte. Zudem habe Müll die Eigenschaft, neue Müllablagerungen anzuziehen, so Hälsig.

Grüne: Die bereitgestellte Summe müsste zehnmal so hoch sein

Akute Umweltgefahr gehe von keiner der Kippen aus. Wo Grundwasserschäden drohten, sei das Land jetzt schon tätig geworden. So ließ das Ministerium etwa die Müllberge der seit 2005 insolventen Blumenhagener (Uckermark) Recyclinganlage abtragen, nachdem krebserregende Chemikalien aus Kondensatoren auszutreten drohten. Kostenpunkt: 350.000 Euro.

Für nicht ausreichend hält der umweltpolitische Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, Benjamin Raschke, die neu zur Verfügung gestellten Mittel. „Es müsste zehnmal so viel Geld sein“, fordert er angesichts des noch im märkischen Sand lagernden Unrats. So würde allein die Beseitigung einer Deponie in Bernau (Barnim) 38 Millionen Euro kosten. Der Müllhaufen hatte 2005 spektakulär gebrannt – die Rauchfahne war noch in Berlin zu sehen.

Von Ulrich Wangemann

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