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Brandenburg Land unter in Brandenburg!
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21:58 29.06.2017
Überflutete Straße in Oranienburg. Quelle: Julian Stähle
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Potsdam

Unwetterartiger Dauerregen hat am Donnerstag in Brandenburg und in Berlin für viele Feuerwehreinsätze, zahlreiche überflutete Straßen und weitere Schäden gesorgt. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte stundenlang vor extremem Unwetter für weite Teile Brandenburgs. Laut DWD hält der Dauerregen bis Freitag an.

Land Brandenburg, 29. Juni 2017 – Anhaltender Starkregen über mehrere Stunden hinweg hat am Donnerstag weite Teile Brandenburgs unter Wasser gesetzt. Auf der Nord-Süd-Achse von Oberhavel über Berlin bis Spree-Neiße gab es über Stunden hinweg eine Warnung vor extremem Unwetter.

Die Polizei Brandenburg warnte auf Twitter vor Aquaplaning
auf den Autobahnen, zum Beispiel auf der A10 im Bereich südlicher Berliner Ring.

In Potsdam wurden einige Hauptverkehrsstraßen überflutet, dadurch kam es am Nachmittag zu langen Staus. 26 Einsätze hatte die Feuerwehr bis zum frühen Abend gefahren, wie eine Sprecherin auf Anfrage sagte. Auch die Botschaft Ecuadors in der Seestraße musste mit Feuerwehrpumpen trocken gelegt werden. Die Tiefgarage der Wilhelmgalerie war geflutet. Im Heidereiterweg wurde die Straße unterspült, es blieb ein drei Meter breites Loch. Auch in der Kleinen Weinmeisterstraße senkte sich der Straßenbelag ab.

Die überflutete Zeppelinstraße in Potsdam. Quelle: Hajo von Coelln

Stärker betroffen waren die Landkreise Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming. Zu fast 40 Einsätzen rückten die Einsatzkräfte in Teltow, Werder, Beelitz und Mahlow aus. Es drehe sich auch hier vor allem um vollgelaufene Keller oder überflutete Straßen, hieß es von der Feuerwehr.

Besonders dramatisch war es in Groß Machnow (Teltow-Fläming). Das Wasser stand in den Straßen und drückte in den Toiletten der Häuser hoch, sagte Rangsdorfs Gemeindewehrführer Silvio Ramlow der MAZ. Teilweise sei das sogar im zweiten Stock passiert, so Ramlow. Die Feuerwehr stand dabei am Abend vor einem besonderen Problem: Das Technische Hilfswerk aus Teltow-Fläming war bereits bei einem Regeneinsatz in Oranienburg (Oberhavel), die Feuerwehr musste mit ihren Pumpen allein versuchen, die Wassermassen in den Griff zu bekommen. Nach ersten Erkenntnissen wurde die Situation in Groß Machnow so dramatisch, weil ein Pumpwerk in dem Ort nicht in Ordnung war.

Am schlimmsten traf es die südlichen Landkreise. Schwerpunkt ist der Landkreis Dahme-Spreewald, in dem es bis zum Nachmittag mehr als 200 Einsätze gab. Vor allem in Königs Wusterhausen, Wildau und Bestensee wurden durch den starken Regen Keller überflutet und Straßen unter Wasser gesetzt.

Im überfluteten Tunnel in Wildau (Dahme-Spreewald) steckten zwei Fahrzeuge fest. Quelle: aireye

In Oberspreewald-Lausitz waren laut Leitstelle Lausitz 50 Einsätze zu verzeichnen, in Spree-Neiße 45, in der kreisfreien Stadt Cottbus 39 sowie in Elbe-Elster 36.

Bei der Leitstelle Lausitz in Cottbus gingen bis 16 Uhr etwa 540 Notrufe ein. Die Leitstelle hat zusätzliches Personal geordert, da auch in die Nacht mit weiteren starken Niederschlägen gerechnet wird.

Überflutete Straße in Oranienburg. Quelle: dpa

Chaotische Zustände herrschten auch im Norden Brandenburgs. Die sintflutartigen Regenfälle haben im Landkreis Oberhavel rund um Oranienburg teilweise den Straßenverkehr lahmgelegt und große Schäden angerichtet. Auch die Polizei war dort im Einsatz. Sogar das Landratsamt wurde geflutet.

Vorläufige Unwetterbilanz in Oberhavel >

Vollgelaufene Baugrube in Kyritz (Ostprignitz-Ruppin). Quelle: André Reichel

In Berlin war wegen der heftigen Regenfälle der Ausnahmezustand ausgerufen worden, die A 100 musste wegen Überflutung mehrere Stunden gesperrt werden.

A 100 wegen Überschwemmung gesperrt >

Blitzeinschläge in Kirche und auf Campingplatz

Die Gewitter der Vortage haben in Ostprignitz-Ruppin heikle Blitzeinschläge mit sich gebracht. In Segeletz ist am Mittwoch ein Blitz in den Kirchturm eingeschlagen und hat ihn in Mitleidenschaft gezogen. Auch war ein Blitz auf dem Campingplatz am Königsberger See eingeschlagen – knapp neben einem Wohnwagen. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt.

Von Klaus Peters, MAZonline

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