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Brandenburg Landespokal: Minister verteidigt Polizeieinsatz
Brandenburg Landespokal: Minister verteidigt Polizeieinsatz
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21:13 30.06.2016
Quelle: Jan Kuppert
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Potdsam, Luckenwalde

Nach den Ausschreitungen beim Landespokal Ende Mai zwischen den Fußballclubs SV Babelsberg 03 und dem FSV 63 Luckenwalde hat das Brandenburger Innenministerium Kritik an der Polizei zurückgewiesen. Die Babelsberger hatten Polizisten vorgeworfen, Ende Mai bei leichten Tumulten nach dem Spielende im Stadion von Luckenwalde völlig überzogen reagiert und zahlreiche Unbeteiligte verletzt zu haben.

Reizgas sei erst eingesetzt worden, nachdem vermummte Babelsberger Fans auf den Platz gestürmt seien und weitere Störer versucht hätten, den Zaun vor ihrem Gästeblock herunterzudrücken, sagte der zuständige Referent im Innenministerium, Andreas Backhoff, am Donnerstag im Innenausschuss des Landtags. «Als Reizgas auf die Störenfriede durch den Zaun gesprüht wurde, sind von der Wolke sicher auch Unbeteiligte getroffen worden, das ist so», räumte er aber ein.

Der Vereinsvorsitzende von Babelsberg 03, Archibald Horlitz, entgegnete als Gast im Ausschuss, mit dieser Darstellung der Polizei werde «die Wahrheit verbogen». Die Polizei habe großflächig Reizgas in den Babelsberger Block gesprüht. «Dabei wurden 150 Personen verletzt, darunter auch Frauen und Kinder», sagte Horlitz. «Zahlreiche Krankenwagen und Rettungshubschrauber waren im Einsatz.» Dagegen sprach Backhoff von 36 Verletzten. Es habe auch keine Anzeigen gegen Polizeibeamte wegen unrechtmäßiger Gewalt gegeben, erklärte er.

Auch Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) stellte sich am Schluss der Debatte hinter die Polizei: «Es gab offensichtliche Vermummte, die Vorbereitungen trafen, den Zaun zu übersteigen und sich zu bewaffnen - dann ist irgendwann Schluss mit der Deeskalation», betonte er. Der Vereinvorsitzende von Luckenwalde, Dirk Heinze, hatte zuvor berichtet, dass im Gästeblock Handläufe abgesägt worden seien.

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Von dpa

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