Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Landrat Loge signalisiert grünes Licht für BER
Brandenburg Landrat Loge signalisiert grünes Licht für BER
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:11 08.09.2016
Der Eröffnungstermin für den BER liegt noch im Dunkeln. Quelle: dpa-Zentralbild
Anzeige
Schönefeld

Den offiziellen Eröffnungstermin für den BER will die Flughafengesellschaft erst im Oktober bekannt geben, aber eine der letzten wichtigen Etappen bis dahin scheint jetzt genommen. Wie Stephan Loge (SPD), Landrat von Dahme-Spreewald, am Mittwoch bestätigte, sind inzwischen fast alle Unterlagen für die letzte Baugenehmigung eingereicht. „Wir hatten noch zwei kleine Nachforderungen, aber die erwarten wir bis zum Ende dieser Woche“, so Loge.

Die Bauanträge zum Flughafen füllen mehrere Aktenordner. Quelle: dpa-Zentralbild

Gesichtet worden seien die Unterlagen auch schon – und Gründe zur Beanstandung gibt es offenbar nicht. „Alle Unterlagen sind prüffähig und die Einschätzung ist gut. Wir gehen davon aus, dass ein positiver Prüfbericht des Brandschutzgutachters zum 7. Oktober in Aussicht gestellt werden kann“, so Loge. Damit wäre das Genehmigungsverfahren für die Brandschutzanlage und damit auch für den gesamten BER beendet. Es müsste noch fertig gebaut und abgenommen werden.

Müller hält an 2017 fest

Damit bestätigt sich, was der Aufsichtsratsvorsitzende und Berliner Regierungschef Michael Müller (SPD) am Dienstagabend bei einer Diskussion zur Abgeordnetenhauswahl angedeutet hatte: „Wir haben das Signal bekommen, dass die letzten Genehmigungsverfahren positiv begleitet wurden von den Bauordnungs- und Genehmigungsbehörden“, sagte er auf die Frage, wann der Flughafen eröffnet wird. Es sei demnach möglich, die reinen Bautätigkeiten noch in 2016 abzuschließen und „in 17 dann zu fliegen“.

Landrat Loge Quelle: dpa

Das jedoch ist fraglich. Denn laut den ursprünglichen Planungen hätten die Arbeiten am Terminal bereits im März dieses Jahres abgeschlossen sein müssen. Wegen weiterer Pannen – etwa den unverträglichen Brandschutzkonzepten zwischen unterirdischem Bahnhof und Terminal – verzögerten sich die Arbeiten weiter und weiter. Ende Juni hatte Flughafenchef Karsten Mühlenfeld noch gesagt, er rechne damit, dass die verbleibende Genehmigung bis spätestens Ende August vorliege, um den BER noch bis Ende 2017 ans Netz zu bekommen. Auch diese Frist, die bereits ein sehr ambitioniertes Abnahme- und Probebetriebsprozedere im nächsten vorausgesetzt hätte, ist nun verstrichen.

Airlines sind skeptisch

Zuletzt hatten mehrere Fluggesellschaften angedeutet, dass sie mit einem BER-Start erst im Jahr 2018 rechnen. Offiziell soll der Termin bei der Aufsichtsratssitzung im Oktober festgelegt werden.

Landrat Stephan Loge plagen unterdessen andere Sorgen: Er befürchtet einen Verkehrsinfarkt, wenn Tegel geschlossen wird und alle Passagiere von Schönefeld aus starten. Er forderte die Flughafengesellschafter Berlin, Brandenburg und Bund auf, so schnell wie möglich ein neues Konzept für das Flughafenumfeld zu erstellen. Angesichts der schon jetzt bekannten Passagier- und Beschäftigtenzahlen seien weder die umliegenden Straßen noch die Bahnverbindungen ausreichend.

Schönefeld nur Übergangslösung?

Denn der Landrat glaubt nicht, dass der alte Schönefelder Flughafen nur vorübergehend weiter in Betrieb bleibt, wie es derzeit geplant ist. „Wir vermuten, dass das alte Terminal nicht nur eine Interimslösung sein soll, sondern dass es dauerhaft weiterbetrieben werden muss“, so Loge. Unter diesen Voraussetzungen müsste die Infrastruktur neu bewertet werden. Als zentrale Probleme nannte Loge den Bahnhof am alten Terminal, der nach bisherigem Stand geschlossen werden soll. Bliebe Schönefeld-Alt am Netz, hätten die Passagiere dann große Probleme, den Airport mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

Ausgelegt ist der BER nach derzeitigem Stand für 28 Millionen Passagiere. Die Flughäfen Tegel und Schönefelde fertigen aber zusammen schon jetzt mehr als 30 Millionen Passagiere ab. „Die Baufelder für die Terminal-Erweiterungen sind zwar da, aber angesichts der baulichen Situation glaube ich nicht daran, dass diese Erweiterungen noch kommen“, so Loge.

Von Oliver Fischer und Torsten Gellner

Brandenburg Oberbürgermeistertreffen in Potsdam - Was unterscheidet Ober- und einfache Bürgermeister?

Am Donnerstag und Freitag kommen in Brandenburgs Landeshauptstadt die ostdeutschen Ober- und einfachen Bürgermeister großer Städte zusammen. Der MAZ hat Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs im Interview vorher verraten, worüber bei dem Treffen gesprochen wird und warum ein Vergleich mit anderen Städten hilfreich ist.

08.09.2016

Schlappe für Brandenburgs SPD-Fraktionschef: Mike Bischoff (51) erhielt bei seiner Wiederwahl in Neuruppin nur 76 Prozent der Stimmen. Einige Abgeordnete sind offenbar mit dem Erscheinungsbild der Fraktion unzufrieden und machen Bischoff dafür verantwortlich. Der war erst im Januar Nachfolger des verstorbenen Klaus Ness geworden.

07.09.2016
Brandenburg Trekkies in Brandenburg - Mr. Spock wohnt in Eberswalde

„Star Trek“ ist Kult – auch in Brandenburg. Benjamin Stöwe etwa ist ein echter Trekkie. Mit einem privaten „Star-Trek“- Museum namens Raumschiff Eberswalde. Dort zeigt er Filmrequisiten. Für die Stadt hat das ganz spezielle Folgen. Unsere Reporterin hat den Trekkie besucht und besondere Einblicke in einen besonderen Keller bekommen.

08.09.2016
Anzeige