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Brandenburg Pendler-Frust: Landtag fordert Verbesserungen
Brandenburg Pendler-Frust: Landtag fordert Verbesserungen
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15:46 28.06.2018
Regionalbahn vom Prignitz-Express: Die Verbindung gehört zu den acht Schwerpunkten in der Infrastrukturpolitik der Landesregierung. Quelle: dpa
Potsdam

Im öffentlichen Schienenverkehr der Region sollen geplante Investitionen zügiger umgesetzt werden. Das fordert der Landtag in einem Antrag, der am Mittwoch mit den Stimmen von SPD und Linke verabschiedet wurde. Damit soll auf den steigenden Bedarf am Personennahverkehr reagiert werden. Profitieren sollen davon vor allem die vielen Pendler, die zunehmend über volle und verspätete Züge klagen. Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) sagte, die Planungen müssten beschleunigt und Baurecht geschaffen werden.

Die CDU-Opposition hielt der Landesregierung vor, nur Versprechungen in die Zukunft abzugeben. „Ihre Strategie ist, dass die Leute immer länger im Stau stehen oder in überfüllten Zügen sitzen“, sagte der verkehrspolitische Sprecher Rainer Genilke. Vor allem Pendler in der Region seien gefrustet und verlangten schnelle Verbesserungen.

SPD und Linke wiesen die Kritik zurück. Es gebe keinen Grund, sich Szenarien von einem zusammenbrechenden Bahnverkehr, zerbröselnden Straßen ohne Beleuchtung und Dauerstau auszudenken, sagte die SPD-Abgeordnete Kerstin Kircheis. „Das spielt nur Populisten in die Hände.“ Sie forderte den Bund und die Deutsche Bahn auf, endlich Verantwortung für den Schienenverkehr im Osten Deutschlands wahrzunehmen. „Das Land Brandenburg tut, was es kann – nun sind auch Bund und Bahn am Zug“, betonte die SPD-Politiker. Der CDU-Abgeordnete Genilke kritisierte, dass Rot-Rot bei diesem Thema immer nur mit dem Finger auf den Bund zu zeigen, um so abzulenken vom eigenen Versagen.

Ministerin Schneider sagte, Brandenburg könne sich im Vergleich zu vielen anderen Regionen in Deutschland nicht beschweren. „Der Nahverkehr in Berlin-Brandenburg ist eine Erfolgsgeschichte.“ Dennoch gebe es Unzulänglichkeiten, an denen noch schneller gearbeitet werden müsse. Die Linken-Abgeordnete Anita Tack sagte, es dürfe keine Illusionen geben. Die Planungsvorläufe würden viel Zeit in Anspruch nehmen und viel Geld kosten. „Fahrgästen wird dies viel Geduld abverlangen.“

Die Landesregierung hat gemeinsam mit Berlin und der Bahn eine Liste von acht sogenannten Entwicklungskorridore in der Hauptstadtregion vorgelegt, die in den kommenden zwölf Jahren ausgebaut werden sollen. Dazu gehören die Strecken Berlin-Spandau-Nauen, die Potsdamer Stammbahn; der Prignitz Express, die Heidekrautbahn, Berlin-Dresden-Rangsdorf und Berlin-Cottbus.

Von Igor Göldner

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