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Landtag beherbergt Ende April Attika-Figuren

Skulpturen für Potsdam Landtag beherbergt Ende April Attika-Figuren

Die Hängepartie für die Anbringung der ersten beiden Attika-Figuren auf das Dach des Landtagsschlosses in Potsdam scheint zu Ende. Der Landtag und der zuständige Stadtschloss-Verein einigten sich auf einen Termin.

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Der Landtag in Potsdam erhält im April den ersten Figurenschmuck.

Quelle: Foto: Stähle

Potsdam. Die beiden fertig gestellten Attika-Skulpturen für den Landtag in Potsdam sollen in der letzten Aprilwoche während einer großen Zeremonie auf dem Dach des Hauses angebracht werden. Darauf einigten sich jetzt der Landtag und der zuständige Potsdamer Stadtschloss-Verein, wie die MAZ erfuhr. Der Verein hatte die aufwendige Restaurierung in Eigenregie übernommen und mit Spenden finanziert.

Ursprünglich sollten die Figuren schon Ende 2015 angebracht werden, die Pläne verzögerten sich. Landtagspräsidentin Britta Stark (SPD) bestätigte die Termineinigung. Die Plenarwoche Ende April sei für einen solchen Termin geeignet. Damit könnte allen Abgeordneten eine Teilnahme ermöglicht werden, sagte sie.

Die beiden Skulpturen „Herkules“ und „Jüngling“ werden auf dem westlichen Kopfbau der Nordfassade an ihren angestammten Platz angebracht. Ein Kran wird die überlebensgroßen, fünf Tonnen schweren Sandsteinfiguren auf das Dach des nachempfundenen Hohenzollernschlosses hieven. Im September 2015 hatte die Stadt Potsdam dem Stadtschlossverein die entsprechende Baugenehmigung erteilt.

Der Landtag selbst hatte in mehreren Beschlüssen, zuletzt 2008, klar gestellt, dass es keine finanzielle Beteiligung an der Aufstellung der Attika-Figuren geben werde. Dies bleibe dem bürgerschaftlichen Engagement vorbehalten, hieß es. Der Stadtschloss-Verein übernahm sämtliche Kosten, auch für Baugenehmigung und Statikgutachten. Es wurden bisher rund 500000 Euro Spenden eingeworben, womit der Verein aber bisher nicht zufrieden ist. Es wird gehofft, dass die Spendenbereitschaft steigt, wenn die ersten Figuren wieder auf ihrem Sockel stehen.

Auf dem historischen Stadtschloss hatte es ursprünglich 76 Attikafiguren gegeben. Nach der Sprengung der Schlossruine im Jahr 1960 wurden die Figuren teils mit Trümmern eingegraben oder eingelagert. Einige erhaltene Figuren befinden sich heute als Leihgaben auf Dachgesimsen der Berliner Humboldt-Universität. Ihr Schicksal ist nach wie vor ungeklärt.

 

Von Igor Göldner

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