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Landtag setzt Zeichen gegen Gewalt an Frauen

Brandenburg Landtag setzt Zeichen gegen Gewalt an Frauen

Wenige Tage vor dem „Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ will der Brandenburger Landtag ein Zeichen gegen Genitalverstümmelung bei Mädchen setzen. Dazu soll am Montag im Innenhof des Parlaments eine Flagge gehisst werden.

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Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) gibt am 15. November in Potsdam (Brandenburg) in der Landtagssitzung eine Regierungserklärung zur gestoppten Kreisreform ab.

Quelle: Bernd Settnik/dpa

Potsdam. Wenige Tage vor dem „Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ will der Brandenburger Landtag ein Zeichen gegen Genitalverstümmelung bei Mädchen setzen. Landtagspräsidentin Britta Stark und Frauenministerin Diana Golze (Linke) wollen am Montag im Innenhof des Parlaments eine Fahne der Frauenrechtsorganisation „Terre des Femmes“ hissen, teilte der Landtag auf seiner Webseite mit.

in Deutschland ca. 48.000 Frauen betroffen

In einer fraktionsübergreifenden Erklärung wandten sich die frauenpolitischen Sprecherinnen aller Fraktionen mit Ausnahme der AfD insbesondere gegen die Genitalverstümmelung. Auch in Deutschland seien davon circa 48.000 Frauen betroffen, rund 5 000 Mädchen seien akut gefährdet, erklärte die Grünen-Abgeordnete Ursula Nonnemacher. „Genitalverstümmelungen sind schwere Verletzungen des Menschenrechts.“

Die SPD-Abgeordnete Ina Muhß wies ebenfalls darauf hin, dass auch in Deutschland Genitalverstümmelung stattfinde. „Wenn nicht im Land, dann bei Besuchen in der alten, fernen Heimat“, sagte Muhß. „Hier gilt es, die Mütter wach zu rütteln, die Familien zu erreichen und zu vermitteln, wie brutal ihre Töchter verstümmelt werden, wie hoch die Lebensgefahr und die lebenslänglichen Qualen deshalb sind.“

Seit 1981 begehen Frauenrechtlerinnen am 25. November den „Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“. Seit 1999 ist es auch ein von den Vereinten Nationen (UN) ausgerufener Jahrestag, der das Bewusstsein für Gewalt gegen Frauen in der Öffentlichkeit erhöhen soll.

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Von MAZonline

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