Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg SPD in Brandenburg stärkste Kraft
Brandenburg SPD in Brandenburg stärkste Kraft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:36 06.01.2014
Die SPD hat nach aktueller MAZ-Umfrage die Nase vorn. Quelle: dpa
Anzeige
Potsdam

Trotz des Debakels bei der Bundestagswahl startet die Brandenburger SPD mit soliden Werten in das Superwahljahr 2014. Wäre am Sonntag ein neuer Landtag gewählt worden, käme die SPD auf 34 Prozent. Die Partei um den neuen Ministerpräsidenten Dietmar Woidke würde damit erneut deutlich stärkste Kraft im Parlament. Bei der Bundestagswahl am 22. September hatte die SPD mit 23,1 Prozent eine herbe Schlappe erlebt. Triumphiert hatte dagegen die CDU, die mit 34,8 Prozent weit vorne lag. Bei der Landtagswahl käme sie aber nur auf 23 Prozent und läge damit hinter der Linken mit 25 Prozent auf Platz drei. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der MAZ in den Tagen vor dem Jahreswechsel durchgeführt hat. Befragt wurden insgesamt 1001 wahlberechtigte Brandenburger.

Anders als auf Bundesebene halten die Brandenburger wenig von einer schwarz-roten Landesregierung. 45 Prozent der Befragten sprachen sich für eine Fortsetzung der rot-roten Koalition aus SPD und Linke aus, die seit 2009 amtiert. Für ein Bündnis aus SPD und CDU stimmten lediglich 21 Prozent.

» Alle Ergebnisse der MAZ-Umfrage auf einen Blick

Der neue Ministerpräsident Dietmar Woidke schafft es auf Anhieb an die Spitze der populärsten Politiker. 59 Prozent sind mit seiner Arbeit zufrieden bis sehr zufrieden. Von den Zustimmungswerten, die sein Amtsvorgänger Matthias Plat zeck genoss, ist der Lausitzer jedoch noch weit entfernt. Dennoch hat die SPD den Abschied des Sympathieträgers Platzeck offenbar weitgehend unbeschadet überstanden. Platzeck war im vergangenen August wegen gesundheitlicher Probleme zurückgetreten.

Zur Galerie
Die Brandenburger SPD startet der MAZ-Umfrage zufolge als stärkste politische Kraft ins Superwahljahr 2014.

Die Grünen würden den Wiedereinzug in den Landtag mit fünf Prozent knapp schaffen. Die FDP käme auf vier Prozent und würde in die außerparlamentarische Opposition verbannt. Auch die bei der Bundestagswahl mit sechs Prozent noch überraschend starke Alternative für Deutschland würde an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

Rot-Rot im Land fühlt sich durch die Umfrage bestätigt. "Die Zahlen sind eine Bestätigung für unsere solide Arbeit und ein ordentlicher Start ins Wahljahr. Bei der CDU fehlt offenbar der Merkel-Effekt“, so SPD-Generalsekretärin Klara Geywitz. Linken-Landesgeschäftsführerin Andrea Johlige, freute sich über die „deutliche Absage der Befragten an eine schwarz-rote Koalition in Brandenburg“. Sie zeige, "dass die Bürger wahrnehmen, dass die CDU in Brandenburg in der Regel durch Destruktivität glänzt und keine Konzepte für die Zukunft des Landes hat".

Die CDU zeigte sich von dem Umfrage-Ergebnis unbeeindruckt. "Unser Kurs ist klar: Wir wollen in diesem Jahr Rot-Rot ablösen und das sich verstetigende Regierungschaos in Brandenburg beenden", sagte Generalsekretärin Anja Heinrichs.

Der neue Landtag wird am 14. September gewählt. Es wird der Höhepunkt des märkischen Superwahljahres, das am 25. Mai eingeläutet wird. Dann sind rund 2,1 Millionen Wahlberechtigte zeitgleich zur Kommunal- und Europawahl aufgerufen.

Von Torsten Gellner/MAZonline

Brandenburg Hunderte Teilnehmer beim siebten Sternmarsch - Lauter Protest gegen Braunkohletagebau

Ihre Dörfer sollen dem Tagebau weichen. Seit Jahren protestieren die Menschen in der Lausitz dagegen. Am Sonntag sind rund 800 Einwohner durch die Dörfer Grabko, Kerkwitz und Atterwasch gezogen.

06.01.2014
Brandenburg Ohne Ehrenamtler müssten viele Häuser schließen - Märkischen Museen fehlt es an Personal

Ohne freiwilliges Engagement geht kaum etwas: Die rund 400 großen, kleinen und teils sehr speziellen Museen in Brandenburg leiden seit der Wende unter Personalmangel, drei Viertel der Häuser werden sogar ausschließlich ehrenamtlich betrieben.

08.01.2014

In Brandenburg gibt es besonders viele rechtsextremistische Bands – und die Neonazi-Szene verdient mit dem Verkauf von Tonträgern Millionen. Das Landeskriminalamt geht verstärkt gegen dieses Geschäft vor: Im vergangenen Jahr wurden 37 Tonträger auf den Index gesetzt – davon 28 CDs der Neonazi-Szene.

06.01.2014
Anzeige