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SPD in Brandenburg stärkste Kraft

MAZ-Umfrage: CDU nur auf Platz drei SPD in Brandenburg stärkste Kraft

Eindeutiges Umfrageergebnis: Würde am Sonntag ein neuer Landtag gewählt, käme die SPD nach einer aktuellen MAZ-Umfrage auf 34 Prozent – und hätte damit die Konkurrenz meilenweit abgehängt. Für die CDU haben nur 23 Prozent gestimmt. Sie wäre damit hinter den Linken lediglich drittstärkste Kraft.

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Die SPD hat nach aktueller MAZ-Umfrage die Nase vorn.

Quelle: dpa

Potsdam. Trotz des Debakels bei der Bundestagswahl startet die Brandenburger SPD mit soliden Werten in das Superwahljahr 2014. Wäre am Sonntag ein neuer Landtag gewählt worden, käme die SPD auf 34 Prozent. Die Partei um den neuen Ministerpräsidenten Dietmar Woidke würde damit erneut deutlich stärkste Kraft im Parlament. Bei der Bundestagswahl am 22. September hatte die SPD mit 23,1 Prozent eine herbe Schlappe erlebt. Triumphiert hatte dagegen die CDU, die mit 34,8 Prozent weit vorne lag. Bei der Landtagswahl käme sie aber nur auf 23 Prozent und läge damit hinter der Linken mit 25 Prozent auf Platz drei. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der MAZ in den Tagen vor dem Jahreswechsel durchgeführt hat. Befragt wurden insgesamt 1001 wahlberechtigte Brandenburger.

Anders als auf Bundesebene halten die Brandenburger wenig von einer schwarz-roten Landesregierung. 45 Prozent der Befragten sprachen sich für eine Fortsetzung der rot-roten Koalition aus SPD und Linke aus, die seit 2009 amtiert. Für ein Bündnis aus SPD und CDU stimmten lediglich 21 Prozent.

» Alle Ergebnisse der MAZ-Umfrage auf einen Blick

Der neue Ministerpräsident Dietmar Woidke schafft es auf Anhieb an die Spitze der populärsten Politiker. 59 Prozent sind mit seiner Arbeit zufrieden bis sehr zufrieden. Von den Zustimmungswerten, die sein Amtsvorgänger Matthias Plat zeck genoss, ist der Lausitzer jedoch noch weit entfernt. Dennoch hat die SPD den Abschied des Sympathieträgers Platzeck offenbar weitgehend unbeschadet überstanden. Platzeck war im vergangenen August wegen gesundheitlicher Probleme zurückgetreten.

Die MAZ hat 1001 wahlberechtigten Brandenburgern die Sonntagsfrage gestellt. Würde am Sonntag ein neuer Landtag gewählt, käme die SPD nach einer aktuellen MAZ-Umfrage auf 34 Prozent. Alle weiteren Ergebnisse der MAZ-Umfrage gibt es in dieser Bildergalerie.

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Die Grünen würden den Wiedereinzug in den Landtag mit fünf Prozent knapp schaffen. Die FDP käme auf vier Prozent und würde in die außerparlamentarische Opposition verbannt. Auch die bei der Bundestagswahl mit sechs Prozent noch überraschend starke Alternative für Deutschland würde an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

Rot-Rot im Land fühlt sich durch die Umfrage bestätigt. "Die Zahlen sind eine Bestätigung für unsere solide Arbeit und ein ordentlicher Start ins Wahljahr. Bei der CDU fehlt offenbar der Merkel-Effekt“, so SPD-Generalsekretärin Klara Geywitz. Linken-Landesgeschäftsführerin Andrea Johlige, freute sich über die „deutliche Absage der Befragten an eine schwarz-rote Koalition in Brandenburg“. Sie zeige, "dass die Bürger wahrnehmen, dass die CDU in Brandenburg in der Regel durch Destruktivität glänzt und keine Konzepte für die Zukunft des Landes hat".

Die CDU zeigte sich von dem Umfrage-Ergebnis unbeeindruckt. "Unser Kurs ist klar: Wir wollen in diesem Jahr Rot-Rot ablösen und das sich verstetigende Regierungschaos in Brandenburg beenden", sagte Generalsekretärin Anja Heinrichs.

Der neue Landtag wird am 14. September gewählt. Es wird der Höhepunkt des märkischen Superwahljahres, das am 25. Mai eingeläutet wird. Dann sind rund 2,1 Millionen Wahlberechtigte zeitgleich zur Kommunal- und Europawahl aufgerufen.

Von Torsten Gellner/MAZonline

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