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Brandenburg So bewirbt sich die Lausitz bei Tesla
Brandenburg So bewirbt sich die Lausitz bei Tesla
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20:35 17.10.2018
#WelcomeTesla – Leuchtsignal für die die Tesla Gigafactory Europe am 18.10. auf dem Lausitzring Quelle: BVMW/obs
Potsdam

Mit einem Meer aus Taschenlampen wollen Lausitzer Bürger, Unternehmen und Politiker am Donnerstag dem amerikanischen Unternehmen Tesla den Weg in die Lausitz weisen. Mit der Aktion #WelcomeTesla bewirbt die Initiative die Industrieregion als Standort einer Tesla-Batteriefabrik in Europa. Mit ihrem Lichtimpuls ins Weltall wollen die Aktivisten am Abend auf dem Lausitzring auf sich aufmerksam machen. Im All dreht nämlich ein von Tesla in das Sonnensystem geschossenes Elektroauto seine Runden um die Sonne.

Elon Musk, der Geschäftsführer des Elektroauto-Herstellers Tesla, hatte Mitte des Jahres über Twitter bekannt gegeben, dass Deutschland ein Favorit für den Neubau einer europäischen Tesla-Batteriefabrik ist. Er sprach dabei zwar von der deutsch-französischen Grenze. Die Lausitzer sehen aber die Vorteile im Osten des Landes.

„Es stehen 3000 mögliche Arbeitsplätze dahinter“, sagt Ralf Henkler vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft , der einer der Hauptinitiatoren der Bewegung #WelcomeTesla ist. Ihm geht es zuerst darum, positiv auf die Region aufmerksam zu machen. „Das ist erst mal eine Willensbekundung, nichts Festes“, betont er.

Prominente Unterstützer

Er spricht auch von rund 115.000 Unterstützern, die sich in nur einer Woche auf der Internetseite der Initiative eingeschrieben haben. Darunter auch Martina Münch (SPD), Ministerin für Wissenschaft und Forschung. „Ich finde die Idee großartig, dass die Lausitz selbst aktiv für sich wirbt und eine fantasievolle Aktion macht“, schreibt sie in der Begründung. Der Lausitzbeauftragte Klaus Freytag, der Bergbaubetreiber Leag, die Wirtschaftsinitiative Lausitz sowie zahlreiche Vereine und private Lausitzer unterstützen die Aktion. Die Lausitzer ergreifen damit selbst die Initiative und werben für ihre Region – mit großem Erfolg: Etwa zwanzig neue Unterstützer kämen jeden Tag hinzu.

Zehn Argumente für die Lausitz hat #welcometesla auf ihrer Internetseite gelistet. Einige könnten Tesla-Chef Elon Musk tatsächlich interessieren. Ein Unternehmen, das auf Gewinne aus ist, schaut in erster Linie auf die Bezahlbarkeit. Und hier könnte Tesla auf Landes-, Bundes- und europäischer Ebene bezuschusst werden. Allein auf Landesebene könnten bis zu 20 Prozent der Investition übernommen werden. Die Höhe richtet sich nach der Größe des Unternehmens, über das aber noch nichts Konkretes bekannt ist.

Auch im Brandenburger Wirtschaftsministerium begrüßt man die Initiative der Lausitzer. „Bei einem Kohleausstieg wäre die Fabrik ein guter Schritt um Arbeitsplätze aufzufangen“, heißt es von dort. Die Infrastruktur und die Forschungseinrichtungen würden der Region auch bei einem Kohleausstieg bleiben. „Die Lausitz bietet eine strategisch gute Lage, auch für Zulieferer“, heißt es.

Hotspot für autonomes Fahren

Auch Forschungszentren von mehrerer Universitäten, die zu Themen wie Automatisierung, Leichtbau und Energie forschen, seien in der näheren Umgebung ansässig. „Die Region ist ein geeigneter Standort und bietet schon starke Kompetenzen in diesen Bereichen“, sagt Alexander Gallrein von der Wirtschaftsförderung Brandenburg. Er freue sich, wenn die Region noch weitere Strahlkraft gewinne.

Dass die Leuchtaktion vom Lausitzring ausgeht, ist kein Zufall. Das Gelände gehört der Dekra, die hier ein Automobil Test Center betreibt und für namhafte Autohersteller ein Forschungszentrum für autonomes Fahren aufgebaut hat. Welche Kunden die Dekra dort begrüßt, ist zwar geheim. Aber es könnten in der Lausitz mögliche Synergien zwischen dem Automarkt-Revoluzzer Tesla und den etablierten Herstellern wie BMW, Porsche oder VW entstehen.

Nach einer Tesla-Parade auf der Grand-Prix-Strecke sollen gegen 19.10 Uhr die Taschenlampen angeknipst werden. „Der Wettbewerb um große Projekte ist hart – egal was kommt, die Lausitz soll vom Weltall aus sichtbar sein – das Zeichen wird wirken", sagt der Kohlebeauftragte der Staatskanzlei, Klaus Freytag.

Für das Musikprogramm hat Taschenberger selbst einen Tesla-Song geschrieben: „Welcome Tesla“

Von Jan Russezki

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