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Leiter der DRK-Erstaufnahme tritt zurück

Vorwürfe gegen Rotes Kreuz Leiter der DRK-Erstaufnahme tritt zurück

Der Leiter der Zentralen Erstaufnahme für Flüchtlinge in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree), Wilhelm Bachmayer, ist zurückgetreten. Er soll Hinweisen auf sexuelle Übergriffe nicht nachgegangen sein. Das DRK setzt ein Krisenteam zur Aufklärung der Vorwürfe ein.  

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Gegen das DRK gibt es Vorwürfe.

Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. Nach Vorwürfen sexueller Belästigung in der Zentralen Erstaufnahme in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) hat der erst vor einer Woche eingesetzte Leiter, Wilhelm Bachmayer, darum gebeten, von seinen Aufgaben entbunden zu werden. Das teilte der Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) am Montagmittag mit und bestätigte damit einen RBB-Bericht. Bachmayer zieht damit die Konsequenzen aus den Vorwürfen gegen Mitarbeiter des DRK in der Erstaufnahme-Einrichtung. Am Dienstag soll ein neuer Leiter bestellt werden.

Bachmann hatte bis Ende Januar die Notunterkunft am Standort Unterschleuse geleitet. Dort soll es zu mehreren sexuellen Belästigungen und Übergriffen gekommen sein. Obwohl die Hausleitung davon erfuhr, soll sie nicht oder nur zögerlich dagegen vorgegangen sein.

DRK setzt Krisenteam ein

Bachmeyer, der seit einer Woche die Erstaufnahme Eisenhüttenstadt leitete, bat laut DRK am Sonntagnachmittag um die sofortige Entbindung von seinen Aufgaben als Objektleiter.

Zur Aufklärung der Vorwürfe will das DRK nun ein Krisenteam einsetzen. Der Gruppe soll dem neben Mitarbeitern des Landesverbandes ein Vertreter des Bundesverbandes sowie ein Justiziar angehören.

Zehn Anzeigen gegen Dolmetscher

Ende Januar war ein Dolmetscher vom Dienst suspendiert worden. Gegen den Libanesen liegen zehn Anzeigen wegen sexueller Belästigung vor. Der Übersetzer soll über Monate mehrere Frauen, die dort ehren- oder hauptamtlich für das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in der Flüchtlingsbetreuung tätig sind, mit anzüglichen Bemerkungen belästigt und unsittlich berührt haben.

Sexuelle Nötigung: Dolmetscher suspendiert

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ist erst seit Anfang Februar Betreiber von fast allen Erstaufnahmestellen für Flüchtlinge in Brandenburg. Der Verband hatte sich bei Ausschreibungen des Landes durchgesetzt. Das Land ist Träger der Erstaufnahmeeinrichtungen. Dorthin kommen Flüchtlinge zuerst und werden danach auf Landkreise und Kommunen verteilt.

Rotes Kreuz nach Sex-Übergriffen unter Druck

DRK betreibt fast alle Standorte

Das DRK ist als Betreiber der Standorte zum Beispiel für die Organisation von Sozialarbeitern, die Reinigung und die Essensversorgung zuständig und arbeitet mit Subunternehmen zusammen. Momentan gibt es laut Innenministerium neben der zentralen Erstaufnahmestelle in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) zwölf Außenstellen im Land. Bis auf die Messehalle in Frankfurt (Oder), die derzeit eine Notunterkunft der Erstaufnahmeeinrichtung ist, ist das DRK Betreiber der Standorte.

Von MAZonline

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