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Brandenburg Liebeskranker muss lebenslang ins Gefängnis
Brandenburg Liebeskranker muss lebenslang ins Gefängnis
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16:16 28.09.2015
Daniel L. neben seinem Anwalt Peter Schmikale vor der Strafkammer im Landgericht in Frankfurt (Oder). Quelle: dpa
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Frankfurt (Oder)

Er hat seine Ex-Freundin aus enttäuschter Liebe in einem Möbelhaus in Frankfurt (Oder) erstochen. Mit einem Messer bewaffnet stürmte er im März diesen Jahres auf seine 35-jährige Ex-Freundin und stach zweimal mit einem Messer auf sie ein. Sie gingen direkt ins Herz und in die Lunge. Am Montag ist nun das Urteil im Prozess gefallen: Der Messerstecher ist ein Mörder. Für die schreckliche Tat ist Daniel L. zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht Frankfurt (Oder) sah es in seiner Entscheidung am Montag als erwiesen an, dass der Angeklagte die Frau im März erstochen hat. Motive seien unter anderem Wut und Rache gewesen, hieß es in der Urteilsbegründung. „Die Tat ist auch Ausdruck eines unbedingten Vernichtungswillens“, sagte der Vorsitzende Richter.

Er folgte der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die hatte erst am Morgen lebenslange Haft für den mutmaßlichen Mörder und Ex-Freund gefordert. Er habe heimtückisch gehandelt und das Opfer mit den Messerstichen getötet, sagte die Staatsanwältin am Montag vor dem Landgericht Frankfurt (Oder).

Noch sitzt der mutmaßliche Mörder in Untersuchungshaft. Quelle: dpa

Der 35 Jahre alte Angeklagte habe den Abbruch der kurzen Beziehung durch die Frau nicht akzeptieren wollen. Gerade einmal zwei Monate sollen sie sich getroffen haben. Im Prozess war aus Akten deutlich geworden: Die 35-jährige Frau fand den gelernten Elektriker anfangs nett, traf sich ein paar Mal mit ihm. Aufmerksam und fürsorglich sei er gewesen, habe gut kochen können und ihr stets Blumen mitgebracht. Als sie ihm von einem Arbeitskollegen erzählte, wurde Daniel L. eifersüchtig. Sie trennte sich daraufhin, hieß es im Prozess.

Über Tötungsmethoden im Bilde

Danach hatte er sie über Monate verfolgt, angerufen und sich in ihre Internet-Kommunikation mit Pseudonymen eingeschaltet. Er habe gedroht, ihr Leben auszulöschen und sie keinem anderen zu überlassen. Dann war März und er machte seine Drohnungen wahr. Schon vor der Attacke auf die Möbeldisponentin hatte sich Daniel L. über mögliche Tötungsmethoden informiert. Im Prozess war der Messerstecher trotz Mordanklage meistens anteilnahmslos.

Von MAZonline

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