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Brandenburg Linke fordert Äpfel für alle Schüler
Brandenburg Linke fordert Äpfel für alle Schüler
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19:41 09.02.2016
Die Linke fordert Äpfel für alle. Quelle: dpa
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Potsdam

Mehr kostenlose Vitamine an Potsdams Schulen! Die Linke will das Modellprojekt für Schulobst- und -gemüse vorantreiben und fordert von der Stadt diesbezüglich „Eigeninitiative“. Bereits Ende 2014 hatte Linke-Kreischef und Stadtverordneter Sascha Krämer per Antrag die Stadt beauftragt, ob das Modellprojekt mit Potsdamer Obst- und Gemüsebauern realisiert werden kann. Die Verwaltung verwies nun aufs Land: Es sei „noch nicht geklärt, ob sich Brandenburg daran beteiligt“. Für Krämer eine „mehr als enttäuschende“ Antwort. „Ich wollte mit dem Antrag erreichen, dass die Stadt Eigeninitiative entwickelt. Dass man keine Unterstützung vom Minister Vogelsänger bei dieser Thematik zu erwarten hat, war mir sehr bewusst“, sagte Krämer am Dienstag. Potsdam als Landeshauptstadt mit der größten landwirtschaftlichen Nutzfläche müsse Vorbild sein.

Seit 2009 gibt es bereits das EU-Schulobstprogramm, das helfen soll, Kinder und Jugendliche regelmäßig mit frischen Früchten zu versorgen. Neun Länder beteiligen sich bundesweit. Brandenburg ist bislang nicht dabei – laut Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) wegen bürokratischer Hürden. Krämer ließ das nicht gelten: „Was woanders möglich ist, dauert in Brandenburg eine gefühlte Ewigkeit. Warum holt man sich nicht Expertise aus einem der neun anderen Länder?“ Studien zufolge futterten Schüler – vor allem aus sozial benachteiligten Familien – mehr Obst und Gemüse, das sie überdies als wichtigen Bestandteil einer gesunden Ernährung zu schätzen lernen. Besonders deutlich war der Anstieg bei Kindern, die vor Beginn des Programms wenig Vitamine aßen. In einer parlamentarischen Anfrage an die Landesregierung wollte die Linke-Landtagsabgeordnete Anita Tack wissen, inwieweit das Schulessen mit regionalem Obst und Gemüse aufgepeppt werden kann und warum das Modellprojekt noch nicht gestartet sei.

Von Ricarda Nowak

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