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Brandenburg Linke schüchtern Familie von AfD-Politiker ein
Brandenburg Linke schüchtern Familie von AfD-Politiker ein
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18:23 17.01.2017
AfD-Politiker Thomas Jung Quelle: Landtag Brandenburg
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Babelsberg

Etwa 30 linke Gegendemonstranten sind nach der AfD-Veranstaltung auf dem Johannes-Kepler-Platz vom Montagabend vor das private Wohnhaus des AfD-Kreisvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Thomas Jung gezogen. Die Gruppe habe gegen 20.15 Uhr an der Haustür in Babelsberg einen Klingelsturm veranstaltet und Parolen wie „Nazis raus“ gerufen, teilte die AfD-Fraktion mit. Jung selbst sei nicht zu Hause gewesen, die Familie des Abgeordneten – darunter zwei Kinder – habe sehr verängstigt reagiert. Eine zufällig vorbeifahrende Polizeistreife habe „weitere Übergriffe“ verhindert, so die AfD.

Thomas Jung. Quelle: Landtag Brandenburg

Jung warf Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) vor, die „Lage nicht mehr im Griff“ zu haben: „Es ist unerträglich, wie dieser Lynchmob ungehindert meine Familie einschüchtern und verängstigen konnte“, so der Abgeordnete. Nach seinen Angaben hatte es bereits im vergangenen Jahr zwei Steinwurf- und Farbbeutelattacken auf sein Privathaus gegeben. Jung fordert von Schröter Auskunft, ob die Versammlung vor seiner Haustür genehmigt war und wer daran teilnahm.

Die Potsdamer Polizei erklärte dazu, nach den angemeldeten Kundgebungen auf dem Johannes-Kepler-Platz mit dem AfD-Vorsitzenden aus Mecklenburg-Vorpommern, Leif-Erik Holm, seien rund 100 ehemalige Versammlungsteilnehmer, welche augenscheinlich der linksextremen Szene angehörten, über die Großbeerenstraße in Richtung Bahnhof Medienstadt gezogen. Dieser Aufzug sei nicht angemeldet gewesen, die Polizei habe deshalb eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz aufgenommen.

Aus „Verhältnismäßigkeitsgründen“ habe der Polizeiführer auf eine gewaltsame Auflösung des Zuges verzichtet und diesen stattdessen mit Polizeikräften begleiten lassen, erklärte Polizeisprecher Heiko Schmidt auf MAZ-Anfrage. Im Bereich der Stahnsdorfer Straße habe sich der Zug aufgelöst. Die Personengruppe sei zuvor auch am Wohnhaus des Landtagsabgeordneten Thomas Jung vorbeigelaufen. Die von der AfD geschilderten Handlungen würden im Zusammenhang mit dem Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz berücksichtigt und geprüft.

Von MAZ-online

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