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Brandenburg Polizei schnappt mutmaßlichen Bombendroher
Brandenburg Polizei schnappt mutmaßlichen Bombendroher
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17:43 11.07.2018
Die Polizei suchte die Raststätte Linumer Bruch nach der Drohung mit einem Spürhund ab. Quelle: Julian Stähle
Potsdam

Nach mehreren Bombendrohungen in Berlin und Brandenburg ist der Polizei offenbar ein Ermittlungserfolg gelungen. Es handelt sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen 28-Jährigen aus Berlin, wie die Generalstaatsanwaltschaft Berlin und Neuruppin am Mittwochnachmittag mitteilten. Der Mann hat die Taten in einer ersten Vernehmung gestanden.

Der Berliner räumte ein, auch hinter der Bombendrohung gegen die „Schule am Park“ in Berlin-Wittenau zu stecken. Dort war am 29. Juni gegen 7.30 Uhr ein Drohanruf eingegangen. Der Mann drohte damit, dass gegen acht Uhr eine versteckte Bombe in der Schule explodieren werde.

Autobahn gesperrt, Tankstelle evakuiert

Nach ähnlichem Muster erfolgten die Bombendrohungen gegen mehrere Tank- und Rastanlagen in Brandenburg in den letzten Tagen. Am 2. Juli meldete sich der Täter bei der Autobahnraststätte Stolper Heide, am 3. Juli beim Autohof in Oberkrämer und warnte vor bevorstehenden Explosionen.

Am 10. Juli kündigte er gegen halb sechs Uhr telefonisch bei der Autobahnraststätte Linumer Bruch (Ostprignitz-Ruppin) an, dass dort um 7.40 Uhr eine Bombe explodieren würde. Die Polizei evakuierte die Raststätte und sperrte die Autobahn A24. Sie fand auf dem Gelände jedoch nichts Verdächtiges.

Täter auf freiem Fuß

Die Polizei kam dem mutmaßlichen Täter durch die Auswertung von Telefondaten auf die Schliche. Am Mittwoch erging ein Durchsuchungsbeschluss. In der Wohnung des 28-Jährigen fanden die Ermittler aber weder Material, das zum Bau von Bomben genutzt werden könnte, noch andere Hinweise etwa auf politische Motive.

Wie die Staatsanwaltschaften nun mitteilten, ist das Motiv des mutmaßlichen Täters unklar. Sie ermitteln gegen den Mann wegen des „Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten“. Die Ermittlungen werden in Berlin geführt, hieß es. Der Täter ist auf freiem Fuß. Es lägen keine Haftgründe vor, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Von Torsten Gellner

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