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Brandenburg Lkw-Fahrer entdecken Leiche bei Ziesar
Brandenburg Lkw-Fahrer entdecken Leiche bei Ziesar
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13:24 18.05.2016
Der Bestatter holt die Leiche ab und bringt sie zur Gerichtsmedizin.  Quelle: Julian Stähle
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Ziesar.

Zum Schauplatz eines grausigen Ereignisses wurde am Dienstagabend das an der Autobahn 2 gelegene Industriegebiet von Ziesar (Potsdam-Mittelmark). Polnische Lkw-Fahrer, die regelmäßig auf dem Gelände übernachten, entdeckten gegen 20 Uhr auf einer Brachfläche gegenüber dem ehemaligen Libella-Fertighauswerk eine Leiche. Bestialischer Gestank führte die Trucker zu dem nur wenige Meter von der Gewerbestraße entfernten Fundort.

Einsatzkräfte am Fundort. Quelle: Stähle

Die sofort alarmierte Polizei nahm nach einer Absperrung der Stelle die Untersuchungen auf. Wie sich herausstellte war der Leichnam nicht mehr vollständig erhalten. Auf Grund des Zustandes der aufgefundenen Körperteile wird von einer bereits längeren Liegedauer ausgegangen. Warum die Entdeckung erst jetzt erfolgte, ist unklar. Gemeinsam mit Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Ziesar bildeten Polizisten eine Suchkette. Bei der Kontrolle der umliegenden Flächen wurden weitere Bekleidungsstücke des Toten entdeckt. Möglicherweise haben Tiere die Leichenteile verstreut. „Mit Einbruch der Dunkelheit hat die Feuerwehr die Ausleuchtung des Fundortes übernommen“, berichtete Einsatzleiter Andy Laube der MAZ.

An dieser Stelle lag die Leiche in einem vorangeschrittenen Zustand der Verwesung. Quelle: Julian Stähle

Nach ersten Erkenntnissen vom Dienstagabend handelt es sich bei dem Leichnam um eine männliche Person. „Ein aufgefundener Personalausweis lässt auf einen 52 Jahre alten Mann aus der Stadt Brandenburg schließen. Die wahre Identität ist damit aber noch nicht gesichert“, teilte die Polizeidirektion West auf Nachfrage mit. Ob es einen Zusammenhang zwischen dem Fall und einer seit Herbst 2015 verschwundenen Person aus der Havelstadt gibt, ist derzeit ebenso unklar wie die Todesursache. Ein DNA-Abgleich wird klären, ob es sich um den vermissten Hardy Z. aus Brandenburg handelt. Sicher ist zumindest, dass eine Einwirkung Dritter ausgeschlossen werden kann.

Von Frank Bürstenbinder

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