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Lucke lehnt Rücktritt trotz Uneinigkeit ab

AfD-Chef auf Visite im Potsdamer Landtag Lucke lehnt Rücktritt trotz Uneinigkeit ab

Zuwanderung, Asyl und Migration sind keine Themen, die AfD-Chef Bernd Lucke vorrangig auf seiner Agenda haben möchte. Damit stellt er sich deutlich gegen den Brandenburger Landeschef Alexander Gauland. Doch Lucke ist mit seinen Ansätzen im Vorstand der Partei zunehmend isoliert. Aus der AfD zieht er sich vorerst allerdings nicht zurück.

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Die Dissens zwischen Gauland und Lucke (r.) in der AfD ist deutlich zu sehen.

Quelle: dpa

Potsdam. Der Gründer der Alternative für Deutschland (AfD), Bernd Lucke, will im Flügelstreit mit rechtsnationalen Kräften weiter für seine liberalkonservativen und euroskeptischen Positionen kämpfen. „Ich würde nicht in eine Partei eintreten, die sich vorrangig oder ausschließlich mit Themen wie Zuwanderung und Asyl und Islam und Migration befasst“, sagte Lucke am Freitag vor einem Gespräch mit der AfD-Fraktion im Potsdamer Landtag.

Damit stellte er sich deutlich gegen seinen Gastgeber, Brandenburgs Landeschef Alexander Gauland, der mit seiner Fraktion im Landtag eine Politik gegen den Bau von Asylbewerberheimen und Zuwanderung vertritt. Lucke ist im Vorstand seiner Partei zunehmend isoliert. Der AfD-Bundesvorstand hatte in Berlin mehrheitlich die Gründung des von Lucke initiierten Vereins „Weckruf 2015“ missbilligt. Gauland bemühte sich, die Wogen zu glätten. Luckes „Weckruf 2015“, der gegen den rechtsnationalen Flügel der Partei gerichtet ist, sehe er zwar sehr kritisch, sagte Gauland. „Aber wir haben sachliche Differenzen und die muss man anständig und vernünftig austragen.“ Bei der Frage nach Luckes Parteivorsitz blieb Gauland allerdings deutlich distanziert. „Er ist der gewählte Parteivorsitzende bis zum Parteitag“, sagte er.

Die Co-Vorsitzende Frauke Petry hatte zuvor erklärt, sie wolle nach der Gründung des Vereins „Weckruf 2015“ nicht mehr mit Lucke zusammenarbeiten. Lucke will auf dem Parteitag im Juni auf jeden Fall wieder zu Wahl des Parteivorsitzenden antreten und hält eine Mehrheit für sich für möglich.

MAZonline/dpa

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