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Berlin vom Pilotenstreik nicht betroffen

Tarifverhandlungen Berlin vom Pilotenstreik nicht betroffen

Ab Dienstagfrüh legen die Lufthansa-Piloten für einen Tag die Arbeit nieder. Es ist der mittlerweile 13. Streik in dem Tarifkonflikt, der seit April zwischen der Pilotengewerkschaft und der Lufthansa ausgefochten wird. In Berlin werden aber keine Flüge ausfallen, dafür aber viele Langstreckenflüge.

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Ab Dienstag legen die Lufthansa-Piloten ihre Arbeit nieder.

Quelle: dpa

Berlin. Im Tarifkonflikt bei der Lufthansa legen die Piloten am morgigen Dienstag die Arbeit nieder. Der Streik auf allen Langstreckenflügen aus Deutschland heraus beginne um 8 Uhr und dauere bis Mitternacht, teilte die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) am Montag mit. Der Streik betreffe auch Cargo-Flüge. Die Gewerkschaft hatte vergangene Woche die Gespräche mit der Lufthansa erneut für gescheitert erklärt. Der Konzern reagierte „mit großem Bedauern“ auf die Ankündigung.

Trotz des Streiks fallen in Berlin keine Flüge aus. Das sagte ein Unternehmenssprecher. Der Arbeitskampf der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit treffe Langstreckenflüge. Diese bietet die Lufthansa in Berlin nicht an. Der Konzern wollte am Montagnachmittag einen Ersatzflugplan veröffentlichen. Dort können sich Berliner Passagiere informieren, ob ihr Weiterflug von den Drehkreuzen München und Frankfurt noch angeboten wird.

Streiks haben die Lufthansa bislang rund 300 Millionen Euro gekostet

Es ist der 13. Streik in dem laufenden Tarifkonflikt. In bislang zwölf Streikrunden seit April 2014 hat sie dem Unternehmen nach dessen Angaben mehr als 300 Millionen Euro Schaden zugefügt.

Nach Darstellung der VC hatte die Lufthansa es in einem Spitzengespräch mit Vorstandschef Carsten Spohr abgelehnt, die geplante Verlagerung von Flugzeugen und Arbeitsplätzen ins Ausland für die Zeit der Verhandlungen auszusetzen. Daraufhin hatte die VC am Mittwoch die Gespräche erneut für gescheitert erklärt.

Unternehmen und Gewerkschaft machen sich gegenseitig Vorwürfe

„Zuletzt hatte die Lufthansa der VC am vergangenen Wochenende zwei Gesprächsangebote unterbreitet. Diese klangen nur auf den ersten Blick vielversprechend. Eine genauere Analyse zeigte jedoch, dass die Inhalte erneut substanzlos waren“, heißt es in der Mitteilung der Gewerkschaft. Die Lufthansa-Sprecherin sagte, das Unternehmen habe am Wochenende „weitgehende, weitreichende“ Angebote gemacht.

Die VC hatte dem Unternehmen zuletzt nach eigenen Angaben Einsparmöglichkeiten in einem Volumen von rund 500 Millionen Euro angeboten. Neben einem späteren Eintritt in den Vorruhestand sollte innerhalb des Konzerntarifvertrags eine Tarifgruppe für Billigflieger eingeführt werden.

Spohr setzt auf die Rückendeckung seiner Aktionäre im Arbeitskampf mit den Piloten. „Per se goutiert der Finanzmarkt, wenn wir in diesen Arbeitskämpfen hart bleiben“, hatte Spohr am Donnerstagabend in Stuttgart gesagt.

Die VC betonte am Montag, weiter für Gespräche zur Verfügung zu stehen.

Von MAZonline

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