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Brandenburg Lufthansa öffnet Jumbo-Türen für ILA-Besucher
Brandenburg Lufthansa öffnet Jumbo-Türen für ILA-Besucher
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00:42 02.05.2018
Der Jumbo-Jet der Lufthansa zog auf der ILA in Schönefeld viele Besucher in seinen Bann. Quelle: Annika Jensen
Schönefeld

In drei Tagen in Mumbai, Boston, Frankfurt und Sao Paulo. Und dann ein Zwischenstopp auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA in Schönefeld (Dahme-Spreewald). Die Langstreckenmaschine der Lufthansa mit dem Namen „Brandenburg“ reist so einige Kilometer. Am Samstag konnten Besucher der ILA-Messe den Jumbo-Jet besichtigen. Mit dabei: 60 MAZ-Leser.

Pyjama und Socken in der Ersten Klasse

In kleinen Gruppen führen Lufthansa-Mitarbeiter die Besucher durch die imposante Maschine. „Das ist ja der Wahnsinn“, sagt Sebastian Sowart als er sich in der Ersten Klasse umsieht. „Die haben ja alles da, die bequemen Liegen, Pyjama und Socken. So würde ich auch gern mal reisen.“ Die Sitze hier lassen sich zu Liegen mit über zwei Meter Länge ausbreiten. Bisher ist der 42-jährige Potsdamer zwei Mal in seinem Leben mit einem Flugzeug gereist – allerdings nie eine Langstrecke. Von der First Class geht es in die Business Class und in die Premium Economy und zum Schluss in die Economy.

Am Samstag konnten Besucher der ILA-Messe den Jumbo-Jet besichtigen. Mit dabei: 60 MAZ-Leser. In kleinen Gruppen führen Lufthansa-Mitarbeiter die Besucher durch die imposante Maschine.

Sebastian Sowart ist mit seiner Frau Sabrina zur ILA gekommen. Die ist ein großer Flugzeug-Fan. In dieser Woche hatte sie Geburtstag und der Besuch auf der ILA war ein Geburtstagsgeschenk ihres Mannes. „Die schiere Größe des Flugzeugs beeindruckt mich am meisten“, sagt sie. „Das mit dem Reisen, na ja, wenn’s denn sein muss. Aber mich interessieren vor allem die Maschinen.“ Außerdem sei sie von den vielen Sitzen fasziniert. „Natürlich sieht das Flugzeug von außen groß aus, aber bei dem Rumpf hätte man so eine große Zahl von Sitzen doch nicht erwartet. Zehn Sitze in einer Reihe ist schon erstaunlich.“

Das Nadelöhr Cockpit ist tabu

Die First Class im Jumbo-Jet hat acht Sitze. Außerdem gibt es 80 Business-Class-Plätze, 32 Premium-Economy-Plätze und 244 Economy-Plätze. Auch wenn die Besucher am Samstag in der Lufthansa-Maschine viele Bereiche zu sehen bekommen, einer bleibt ihnen allen vorenthalten: das Cockpit. „Das ist leider tabu“, sagt Lufthansa-Mitarbeiter Weiland Rudolf und bekommt ein leises „Schade“ als Antwort. „Wir würden sonst die Menschenmassen nicht schaffen. Das Cockpit ist ein Nadelöhr. Und wir möchten so vielen Leuten wie es geht das Flugzeug zeigen.“

Eine spektakuläre Flugshow am Himmel und mehr als 1000 Aussteller am Boden: Zur Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) am Flughafen Schönefeld kamen an fünf Tagen rund 180.000 Besucher.

Die „Brandenburg“ ist eine Boeing 747-8. Seit April 2012 ist sie bei der Lufthansa im Einsatz. Auf der ILA in jenem Jahr wurde sie von dem damaligen Ministerpräsidenten Brandenburgs, Matthias Platzeck (SPD), gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf den Namen „Brandenburg“ getauft. Diese Boeing ist das erste Langstrecken-Flugzeug der Lufthansa im neuen Design – sowohl innen als auch außen. Das heißt im Innenbereich dominieren die Farben Grau und Blau.

180.0000 Besucher an fünf Tagen

Am Samstag führen die Lufthansa-Mitarbeiter 360 Besucher durch das Flugzeug – bis zum späten Nachmittag. Dann müssen alle durch sein. Punkt 17 Uhr muss der Jumbo-Jet nämlich wieder abheben. Von Frankfurt am Main aus geht es um 22 Uhr nach Sao Paulo.

Die Luftfahrtmesse ILA am Berliner Flughafen Schönefeld war noch bis zum Sonntag fürs Privatpublikum geöffnet. Rund 1100 Aussteller aus 41 Ländern zeigten hier ihre Neuheiten aus Luft- und Raumfahrt. Allein 200 Flugzeuge und Helikopter wurden präsentiert. An den insgesamt fünf Messetagen haben rund 180.000 Menschen die ILA besucht. Das waren 30.000 mehr als vor zwei Jahren.

Zunächst war die Messe den Fachbesuchern vorbehalten. Zu den Themen an den Fachbesucher-Tagen zählten das weltweite Luftverkehrswachstum, das Ringen um Aufträge für Militär-Hubschrauber und Kampfflugzeuge sowie Konzepte für autonom fliegende Lufttaxis für große Städte. Der Bund kündigte auf der ILA an, Bedingungen für eine Testphase für Lufttaxis in Deutschland ausloten zu wollen.

Von Annika Jensen

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