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Brandenburg MAZ-Schulprojekt MADS gestartet
Brandenburg MAZ-Schulprojekt MADS gestartet
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00:19 07.11.2018
Lena von Remmen (39), Gharam Alobaid (14), Elizabete Marhileviča (14) und Josephine Williger (32) im Erstkontakt mit dem Projekt Quelle: Saskia Kirf
Potsdam

Apps wie Snapchat, Youtube und Tik Tok können die Achtklässler der Friedrich-Wilhelm-von-Steuben-Gesamtschule in Potsdam problemlos erklären. Das ist ihre Welt, hier sind die Jugendlichen zuhause. Ein Smartphone hat schließlich jeder der 24 Schüler; sie sind permanent mit der Welt verbunden. Auch Nachrichten begegnen ihnen da immer mal wieder – per Link, über die sozialen Medien. Doch welche Information ist wirklich verlässlich? Auch das will gelernt sein – und das werden diese Schüler ab heute mit MADS, dem Schulprojekt der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) lernen.

Sie stehen bei MADS im Mittelpunkt: Die Schülerinnen und Schüler der Brandenburger Schulen. Was sagen sie eigentlich zum Zeitunglesen?

Es sei wichtig, mit der Zeitung zu arbeiten und echte von gefälschten Nachrichten unterscheiden zu lernen, sagt die Deutschlehrerin Lena von Remmen: „Im Deutschunterricht haben wir gerade erst Sach- und Informationstexte behandelt. Gerade deshalb passt das Projekt Medien an der Schule für uns besonders gut.“

 Gemeinsam mit ihrer Kollegin Josephine Williger unterrichtet Lena von Remmen die achte Klasse, Medienkompetenz und Recherche stehen auf dem Lehrplan. „Unsere Schüler profitieren sehr davon, wenn Schule auf Realität trifft“, erklärt Josephine Williger. Die Zeitung im Unterricht, zum Anfassen, Lesen und Verstehen, kommt da genau richtig. Und auf maz-online.de können die Jugendlichen alle Inhalte noch einmal nachlesen, auch eine spezielle Themenseite zu MADS finden sie dort.

2000 Schüler machen mit

Die Teenager aus Potsdam gehören zu den rund 2000 Schülern im Land, die am Schulprojekt Medien an der Schule (MADS) teilnehmen. Ein halbes Jahr lang können die Jugendlichen jeden Tag die MAZ lesen, gedruckt oder digital, je nach den persönlichen Vorlieben. Und das ist nicht alles, die Schüler tauchen auch selbst ist aufregende Reporterleben ein. „Wir werden die Potsdamer Biosphäre besuchen und dort selbst recherchieren“, sagt Lena von Remmen. Auch ein Ausflug in die Redaktion der MAZ steht auf dem Plan. „Ein besonderes Highlight“, sagen die Lehrerinnen. „Dort können unsere Schüler mal so richtig ins Berufsleben schnuppern und vielleicht mal einen ganz neuen Einblick, eine andere Zukunftsaussicht bekommen“, sagt Josephine Williger.

Wir sind bei Euch

Guten Morgen – und schön, dass Ihr hier seid, liebe MADS-Projektklassen. Ihr habt es bis hierher geschafft in der Zeitung – also die Titelseite, den Politikteil und die Nachrichten aus Brandenburg durchgeblättert oder auf dem Tablet gelesen. So eine Zeitung muss man zunächst einmal kennenlernen: Wie ist sie aufgebaut? Was ist ein Nachrichtentext, was ein Kommentar und was ist eine Reportage?

Die MAZ hilft gern und gibt Euch und Euren Lehrern das nötige Rüstzeug mit auf den Weg. Denn es ist wichtig, sich eine Meinung zu bilden – und das geht nur, wenn man auch informiert ist. Dafür wiederum gibt es den Journalismus – egal, ob Ihr Nachrichten, Berichte und Kommentare nun gedruckt oder auf dem Smartphone lest. Klar ist: Die MAZ ist bei Euch, begleitet Euch durch den Tag und beantwortet auch Fragen, von denen Ihr gar nicht wusstest, dass Ihr sie habt.

Eure Chefredakteurin Hannah Suppa

Das Wichtigste im Alltag der beiden Gesamtschullehrerinnen ist, eine motivierende Atmosphäre zu schaffen. „Unsere Schüler sind wach und intelligent, wir lassen sie mit der Gesellschaft in Kontakt kommen“, erklärt Lena von Remmen den Ansatz der beiden Klassenlehrerinnen. Sie freuen sich besonders über die Online-Angebote der MAZ. „Das ist die Realität der Jugend“, sagt von Remmen, „mit dem Smartphone sind die so schnell, das ist beeindruckend.“

Rein ins echte Leben

  Doch auch das haptische Zeitungserlebnis soll nicht zu kurz kommen. „Alks allererstes werden wir beim Projektstart die Zeitung auseinandernehmen“, sagt Lena von Remmen. Welche Teile machen eine Lokalzeitung aus, wie funktionieren Layout und Bilder, welche Textformen enthält die MAZ – viel zu tun für die jungen Reporter. „Das MADS-Projekt zieht sich durch unser Schuljahr und ich bin sicher, dass alle Seiten profitieren werden“, sagt Josephine Williger.

Medien verstehen und aktiv gestalten – die Schüler und ihre Lehrerinnen sind dabei. „Wir freuen uns besonders über den Kontakt der Jugendlichen zu denen, die wirklich die Zeitung machen“, sagt Josephine Williger. Der Frontal-Unterricht, der noch heute oft der Alltag an den Schulen sei, wäre gerade für Teenager oft nicht die richtige Form. Deshalb freut sich die Lehrerin auf das Projekt: „Raus aus dem klassischen Lehrer-Schüler-Rollenspiel, rein ins echte Leben.“

Anmeldungen für Schulen sind auch während des laufenden Projekts unter www.mads.de möglich. Das MADS-Projektbüro ist montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr unter der gebührenfreien Telefonnummer 0800 –505 2478 erreichbar.

Von Saskia Kirf

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