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Brandenburg MAZ zeigt Hate Speech im Netz an
Brandenburg MAZ zeigt Hate Speech im Netz an
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19:30 01.09.2017
Unfaire Debatten im Netz sind der Grund für Initiativen wie «No Hate Speech». Quelle: dpa
Potsdam

Rund um den Wahlkampfauftritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ging es online und offline hoch her. Zahlreiche Demonstranten auf dem Marktplatz pfiffen Merkel lautstark aus und die NPD machte in nächster Nähe auf sich aufmerksam. Auch in den Kommentaren der MAZ-Artikel im sozialen Netzwerk Facebook kam es zu Verbalattacken und Hetze.

Screenshot-Ausschnitt von der MAZ-Facebook-Seite Quelle: Maz

Die MAZ hat nun zwei der Redaktion namentlich bekannte Kommentatoren bei der Polizei angezeigt und steht mit den Behörden in Kontakt. Es ist nicht das erste Mal, dass die Redaktion diesen Weg gehen muss.

Es sind immer wieder die selben Themen, bei denen im Internet alle Hemmungen fallen. Bei denen die Kommentatoren verlässlich ihre gute Kinderstube vergessen und pöbeln, hetzen, ihrem Hass freien Lauf lassen. Flüchtlinge, Angela Merkel und sämtliche Inhalte zur AfD sind in sozialen Netzwerken wie Facebook beinahe eine Garantie dafür, dass es in der Kommentarspalte eskalieren wird.

Der Grat zwischen freier Meinungsäußerung und strafrechtlich relevanten Hasskommentaren ist dabei schmal – doch oft genug ist die Grenze eindeutig überschritten. In solchen Fällen wird die Redaktion auch in Zukunft Anzeige erstatten. Mit diesem Vorgehen ist die MAZ nicht allein, auch zahlreiche andere Medien kämpfen mit Hate Speech im Netz und zeigen Hetzer an. Volksverhetzung, Beleidigung und der öffentliche Aufruf zu einer Straftat haben nach dem Strafgesetzbuch weitreichende Konsequenzen. Wenn die Behörden etwa den Urheber eines Hasskommentars ermittelt haben, kann es teuer werden: mal 2000 Euro, mal 5000 Euro. Je nach Schwere der Tat und nach der Vorgeschichte des Täters drohen auch Freiheitsstrafen

Von MAZ Online

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