Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -1 ° wolkig

Navigation:
MAZ zeigt Hate Speech im Netz an

Äußerungen nach Merkel-Auftritt MAZ zeigt Hate Speech im Netz an

„Tötet endlich diese Frau“ fordert ein Mann auf dem Facebook-Profil der MAZ. Gemeint ist Angela Merkel. Die MAZ hat jetzt zwei Facebook-Nutzer bei der Polizei angezeigt. Sie hatten nach dem Auftritt der Kanzlerin in Brandenburg an der Havel gegen die CDU-Chefin gehetzt.

Voriger Artikel
Tempolimit spaltet Politiker und Bürger
Nächster Artikel
Sommerfoto senden und Kurzurlaub gewinnen

Unfaire Debatten im Netz sind der Grund für Initiativen wie «No Hate Speech».

Quelle: dpa

Potsdam. Rund um den Wahlkampfauftritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ging es online und offline hoch her. Zahlreiche Demonstranten auf dem Marktplatz pfiffen Merkel lautstark aus und die NPD machte in nächster Nähe auf sich aufmerksam. Auch in den Kommentaren der MAZ-Artikel im sozialen Netzwerk Facebook kam es zu Verbalattacken und Hetze.

Screenshot-Ausschnitt von der MAZ-Facebook-Seite

Screenshot-Ausschnitt von der MAZ-Facebook-Seite

Quelle: Maz

Die MAZ hat nun zwei der Redaktion namentlich bekannte Kommentatoren bei der Polizei angezeigt und steht mit den Behörden in Kontakt. Es ist nicht das erste Mal, dass die Redaktion diesen Weg gehen muss.

Es sind immer wieder die selben Themen, bei denen im Internet alle Hemmungen fallen. Bei denen die Kommentatoren verlässlich ihre gute Kinderstube vergessen und pöbeln, hetzen, ihrem Hass freien Lauf lassen. Flüchtlinge, Angela Merkel und sämtliche Inhalte zur AfD sind in sozialen Netzwerken wie Facebook beinahe eine Garantie dafür, dass es in der Kommentarspalte eskalieren wird.

Der Grat zwischen freier Meinungsäußerung und strafrechtlich relevanten Hasskommentaren ist dabei schmal – doch oft genug ist die Grenze eindeutig überschritten. In solchen Fällen wird die Redaktion auch in Zukunft Anzeige erstatten. Mit diesem Vorgehen ist die MAZ nicht allein, auch zahlreiche andere Medien kämpfen mit Hate Speech im Netz und zeigen Hetzer an. Volksverhetzung, Beleidigung und der öffentliche Aufruf zu einer Straftat haben nach dem Strafgesetzbuch weitreichende Konsequenzen. Wenn die Behörden etwa den Urheber eines Hasskommentars ermittelt haben, kann es teuer werden: mal 2000 Euro, mal 5000 Euro. Je nach Schwere der Tat und nach der Vorgeschichte des Täters drohen auch Freiheitsstrafen

Von MAZ Online

Von MAZonline

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg