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Märkische Industrie wächst

Brandenburgische Industriekonferenz Märkische Industrie wächst

Die märkische Industrie ist schwer im Kommen. Das Land setzt weiter auf die Stärkung des Standorts Brandenburg. Darum ging es auch bei der ersten Industriekonferenz des Landes, die in Wildau (Dahme-Spreewald) stattfand.

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Mitarbeiter im Mercedes-Werk in Ludwigsfelde.

Quelle: Klaus Schlage

Wildau. Für Steffen Kammradt ist Industrie etwas, das man „sehen, hören, riechen und schmecken“ kann. Er habe beim Besuch der Wildauer Schmiedewerke „ein Gefühl für Industrie“ bekommen, schwärmte der Geschäftsführer der Zukunftsagentur Brandenburg (ZAB). Dieser Werksbesuch war der Auftakt zur ersten Industriekonferenz des Landes Brandenburg, die am Montag in Wildau (Dahme-Spreewald) stattfand. Sie solle Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammenbringen, sagte Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke).

Ziel sei es, Brandenburg als Industrieland weiter zu entwickeln. Dafür brauche man das Zusammenspiel aller Beteiligten. Wildau sei für die Konferenz, zu der sich mehr als 200 Teilnehmer angesagt hatten, der ideale Ort, da hier „traditionelle Industrie und moderne Entwicklung“ zusammentreffen, sagte Christoffers im Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Wildau. Er verwies darauf, dass in Deutschland mehr als 20 Prozent der Wertschöpfung auf die Industrie entfallen. „Auch wir sind ein Industrieland und wollen Industrieland bleiben“, betonte Brandenburgs Wirtschaftsminister.

Günther Oettinger (CDU), EU-Kommissar für Energie, hob in einer Video-Botschaft an die Konferenzteilnehmer hervor, Brandenburg sei „seit langer Zeit industriell geprägt“. Für Deutschland konstatierte er, dass man auch künftig industrielle Wertschöpfung brauche. Dass das Land heute wirtschaftlich relativ gut dastehe, habe auch damit zu tun, dass die industrielle und die gewerblich-technische Wertschöpfung sowie das Handwerk gepflegt werden.
Der Chemiekonzern BASF hat im brandenburgischen Schwarzheide (Oberspreewald-Lausitz) ein Werk mit rund 1700 Beschäftigten. Dieser Standort gehöre zu den Top 5 im Konzern, betonte BASF-Vorstandsmitglied Harald Schwager. Der Konzern ist immerhin an 370 Standorten weltweit aktiv.

Nach Einschätzung von ZAB-Chef Kammradt ist die Industrie in Brandenburg die Grundlage des Wachstums, „das wir in den letzten Jahren erlebt haben“. Daher stehe dieser Wirtschaftszweig auch für die nächsten Jahre im Fokus. 2012 hatte die Landesregierung den Aktionsplan „Pro Industrie“ verabschiedet. Gestern bekräftigte Minister Christoffers, dass die Politik die Industrie im Land stärken wolle. Dabei sei ihm klar, dass solche Firmenansiedlungen auch „Einschnitte in die Lebenswirklichkeit“ von Einwohnern bedeuten können. Um das zu erklären, brauche die Politik die Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft, sagte er. Zur modernen Industrie gehört eine „ressourcenschonende Produktion“, erläutert Henning Kagermann, Präsident der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften. Das wiederum mache auch eine Produktion im urbanen Umfeld möglich.

Die Wirtschaftsförderer der ZAB haben 2012 über die von ihnen betreuten Ansiedlungsprojekte 3000 Jobs an Land gezogen. Ein Drittel davon entfällt auf die Industrie. Kein Wunder, dass ZAB-Chef Kammradt enthusiastisch meint: „Wir lieben Industrie.“

Von Ute Sommer

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