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Märkische Kommunen sparen gemeinsam Energie

Netzwerk Märkische Kommunen sparen gemeinsam Energie

Pilotprojekt in Brandenburg: Zehn Gemeinden machen gemeinsame Sache beim Klimaschutz und schließen sich zum landesweit ersten, kreisübergreifenden Netzwerk zusammen, um Energie zu sparen.

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Kommunen vernetzen sich, um Energie zu sparen.

Quelle: dpa-tmn

Potsdam. Pilotprojekt in Brandenburg: Zehn Gemeinden machen gemeinsame Sache beim Klimaschutz und schließen sich zum landesweit ersten, kreisübergreifenden Netzwerk zusammen, um Energie zu sparen. Die Mitglieder des kommunalen Energieeffizienz-Netzwerks wollen zunächst ihren Energieverbrauch in allen öffentlichen Einrichtungen von Kita bis Feuerwehrhaus ermitteln und dann mit Hilfe eines Beraters dauerhaft senken. Von Heiligengrabe (Ostprignitz-Ruppin) über Schönwalde-Glien (Havelland) bis Teltow (Potsdam-Mittelmark) erstreckt sich der Club der Energiesparer.

„Die Kosten für Energie steigen von Haushaltsjahr zu Haushaltsjahr und schränken somit unsere Spielräume immer mehr ein“, sagte Bodo Oehme (CDU), Bürgermeister von Schönwalde-Glien. Es sei aber teuer, einen professionellen Energiemanager zu engagieren. „Im Netzwerk können wir ihn uns teilen. Wir haben ja überall ähnliche Problem“, erklärte er.

Das Netzwerk, das von dem Versorger Energie Mark Brandenburg (EMB) koordiniert wird, soll den Gemeinden auch bei der Erschließung von Fördermitteln helfen. Dies sei ein entscheidender Vorteil, erklärte Klaus Freytag, Abteilungsleiter Energie im Wirtschaftsministerium. „Es gibt Fördermittel der EU, des Bundes und des Landes. In diesem Bürokratiedschungel kann man schnell steckenbleiben.“ Durch das Netzwerk könnten auch kleinere Gemeinden in den Genuss einer Förderung kommen. Der Bund unterstützt kommunale Netzwerke beim Energiesparen, weil die rund 12 000 deutschen Gemeinden und Kreise für rund zwei Drittel des Endenergieverbrauchs im öffentlichen Sektor verantwortlich sind.

Die größten Einsparpotenziale in den Kommunen gibt es beim Heizen. „Der Wärmebereich ist der größte Posten und macht mehr als 50 Prozent der Energiekosten aus“, erklärte EMB-Geschäftsführer Jens Horn. Aber nicht nur durch effizienter Heizungen, auch durch LED-Straßenbeleuchtungen oder eine Umstellung des Fuhrparks auf Elektrofahrzeuge könnten Kommunen Energie sparen.

„Kitas, Schulen, Gemeindehaus, da kommt schon einiges an Kosten zusammen“, erklärte Heiligengrabes Bürgermeister Holger Kippenhahn (Linke). Wichtig sei, dass die Kommunen beim Energiesparen auch die Bürger beraten und versuchen, die Wirtschaft mit ins Boot zu nehmen. „Es gibt viele Potenziale, die man erschließen kann. Aber dafür braucht man professionelle Beratung, und die bietet uns das Netzwerk“, sagte er.

Im März hatten sich bereits große Unternehmen wie Cemex Zement, ArcelorMittal und BASF Schwarzheide zusammengeschlossen und verpflichtet, energiesparender zu produzieren. Durch die privatwirtschaftlichen Energieeffizienz-Netzwerke sollen bis 2020 fünf Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen vermieden werden.

Von Torsten Gellner

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