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Märkische Unis buhlen um Abiturienten

Studenten gesucht Märkische Unis buhlen um Abiturienten

Zum Start des Wintersemesters verstärkt sich der Konkurrenzkampf der Hochschulen. Der Grund: Durch den demografischen Wandel geht die Zahl der Schüler zurück.

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Studenten an der BTU Cottbus.

Quelle: : DPA

Potsdam. Der demografische Wandel kommt an Brandenburgs Hochschulen an. Vor allem Unis im berlinfernen Raum bemerken zum Start des Wintersemesters in diesen Tagen einen Rückgang der Schülerzahlen. Die Brandenburgische Technische Universität (BTU) Cottbus rechnet aktuell mit rund 2000 Erstsemestern. Vor einem Jahr waren es noch gut 300 mehr. „Da bundesweit die Zahl der Studienberechtigten sinkt, vermuten wir für die BTU einen leichten Rückgang“, sagt Universitätspräsident Jörg Steinbach. Die Vorjahreszahl sei „mit einer insgesamt abnehmenden Bewerberlage sowie dem demografischen Wandel in der Region realistischer Weise nicht mehr zu erreichen“.

„Die Konkurrenz um Studienbeginner hat zugenommen“, bestätigt Stephan Breiding, Sprecher des Potsdamer Wissenschaftsministeriums. Insgesamt gehe die Schülerzahl zurück, zudem gebe es keine doppelten Abiturjahrgänge mehr. „Die Hochschulen müssen nun mehr für sich und ihr Angebot werben und mehr um Interessenten buhlen“, so Breiding.

Viele Bewerber aus dem Ausland

„Wir merken das schon“, sagt auch Heide Traemann, Sprecherin der Fachhochschule Brandenburg/Havel. Durch gezielte Werbung in Schulen sei es aber gelungen, die Bewerberzahl stabil zu halten. Nach aktuellem Stand gebe es mit 750 sogar 70 Erstsemester mehr als im Vorjahr. Ausgeglichen werde der Rückgang der Abiturienten durch einen zunehmende Zahl von Bewerbern aus dem Ausland. 140 Studienanfänger, vor allem aus Kamerun und Indonesien, hätten sich gemeldet. Besonders gefragt seien wieder die Studiengänge für BWL und Wirtschaftsinformatik.

„Den Flüchtlingen sei Dank werden wir das Haus voll haben“, sagt Jutta Neumann, Sprecherin der Fachhochschule Potsdam. „Im Moment sind wir noch gut dran, aber der Trend zu weniger Studienberechtigten wird uns sicher auch irgendwann einholen“, meint sie. Für das kommende Semester hätten sich bereits 4500 Studierende eingeschrieben, das sind immerhin 46 mehr als im Vorjahr. In der Landeshauptstadt sei die Lage aber generell nicht so schwierig wie an Hochschulen in ländlicheren Regionen Brandenburgs.

Auch die Universität Potsdam als größte Hochschule des Landes hat keinen Bewerbermangel. „Wir sind weiter stark nachgefragt“, sagt Sprecherin Silke Engel. Genaue Zahlen zum Semesterstart will die Uni am Donnerstag bekannt geben.

Von Marion Kaufmann

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