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Märkische Unternehmen entern große Industriebühne

Brandenburger auf der Hannover Messe Märkische Unternehmen entern große Industriebühne

Auf der Hannover Messe setzen märkische Firmen auf internationale Kontakte. 50 Aussteller kommen aus Brandenburg. Ein Schwerpunkt der Messe ist das Thema Industrie 4.0 - also die Digitalisierung von Produkten und Prozessen. Die Hauptstadtregion aus Berlin und Brandenburg hat insgesamt vier Gemeinschaftsstände organisiert.

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Augmented-Reality-Brille: Damit können zusätzlich Informationen im Sichtfeld des Bedieners eingeblendet werden, wie bei Aufbauarbeiten zur Messe.

Quelle: dpa

Potsdam. Selbstständig arbeitende Roboter, Videobrillen und künstliche Intelligenz – was vor Jahren noch wie Fiktion erschien, ist längst Wirklichkeit geworden. In diesem Jahr rückt die Hannover Messe die künstliche Intelligenz und den Menschen in den Mittelpunkt. Unten den Ausstellern der Messe, die am Montag eröffnet wird, sind auch 50 Unternehmen aus Brandenburg vertreten. „Die Hannover-Messe ist für unsere Industrie die Zukunftsmesse schlechthin“, sagt Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD). Schwerpunkt ist dieses Jahr das Thema Industrie 4.0 – also die Digitalisierung von Produkten und Prozessen.

Die Hauptstadtregion aus Berlin und Brandenburg hat insgesamt vier Gemeinschaftsstände organisiert. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam betreut auf der Messe zwei Stände für Brandenburger Firmen, für die die Last eines eigenes Standes zu groß wäre. Am Stand „Zuliefermarkt Berlin-Brandenburg“ in Halle 4 ist das Netzwerk Leichtbau Metall aus Wildau (Dahme-Spreewald) vertreten. „Eigentlich ist dies nicht unsere Messe“, sagt Mitarbeiter Torsten Lerz, „aber um Kontakte in Brandenburg zu knüpfen und darüber hinaus, ist es wichtig“.

Um Kontakte geht es auch Gregor Nowak. Mit der Temperatur-und Druckmesstechnikfirma Rüster kommt er schon zum vierten Mal auf die internationale Industriebühne. Das Unternehmen aus Stahnsdorf (Potsdam-Mittelmark) exportiert seine Sensoren und Messsysteme hauptsächlich ins Ausland und sieht in der Messe die Chance das bestehende Kundennetzwerk auszuweiten. „Die Messe ist so prestigeträchtig. Das können wir gut nutzen“, sagte Nowak. Am Stand „Industrielle Automatisierung“ der IHK Cottbus fühlt er sich gut aufgehoben. „Ich bin auch sehr zufrieden, wie sich das Land Brandenburg präsentiert“, fügte er hinzu.

Eine gute Präsentation, um international auf sich aufmerksam zu machen, sei wichtig, meint auch der Potsdamer IHK-Sprecher Detlef Gottschling: „Im Export haben wir noch Nachholbedarf.“ Auf Internationalität setzt auch Anja Bölicke von Silicon Radar aus Frankfurt (Oder). Das Unternehmen an der polnischen Grenze entwickelt Chips, die in Radarsensoren eingepflanzt werden. Mit einem Radar, der mit einem 120 Gigahertz-Chip ausgestattet ist, möchte das Unternehmen neue Interessenten auf der Messe gewinnen. Die Radare werden im Robotik-Bereich zur Hinderniserkennung und im folgenden zur Kollisionsvermeidung eingesetzt. Nachdem Anja Bölicke schon jahrelang privat die Messe besucht, freut es sie, die Ausstellung nun auch beruflich kennenzulernen. „Es ist einfach die größte Messe im Industriesektor“, betonte sie. Mit dabei ist auch die Firma Ätztec aus Gransee (Oberhavel), die aus allen gängigen Metallteilen in einem fotochemischen Verfahren Formteile herstellt.

Dass sich ein Besuch in Hannover lohnt, weiß auch Ulrich Sigmund, Geschäftsführer von Wankel SuperTec aus Cottbus, einer Firma, die sich mit der Entwicklung und Herstellung von Motoren beschäftigt. Zum zweiten Mal ist das Unternehmen in Niedersachsens Landeshauptstadt dabei. „Letztes Jahr war sehr positiv. Wir konnten viele Kontakte knüpfen.“ Potenzielle Geschäftsbeziehungen erhofft er sich mit dem Partnerland Polen, ein direkter Nachbar Brandenburgs.“

Die Messe als Chance für deutsch-polnische Handelsvertreter sieht auch Katarzyna Soszka-Ogrodnik, Sprecherin der Deutsch-Polnischen Industrie- und Handelskammer (AHK). Es sei eine Gelegenheit, für „eine Neuaufstellung von Polens Image“, meinte sie. Auf der Messe könne sich Polen von seiner innovativen Seite zeigen. Polen gelte für deutsche Unternehmen als attraktiver Standort in Osteuropa, sagt IHK-Sprecher Gottschling. „Es ist für märkische Firmen einer der wichtigsten Handelspartner.“ Polen verzeichnete 2016 ein Gesamthandelsvolumen von 4,6 Milliarden Euro.

Hannover gilt als weltgrößte Industrieschau

6500 Aussteller aus 70 Ländern werden sich bis Freitag in den 22 Messehallen in Hannover präsentieren. 60 Prozent aller Unternehmen kommen aus dem Ausland. Erwartet werden rund 200 000 Besucher.

Partnerland ist in diesem Jahr Polen. Das Land wird mit 200 Unternehmen vertreten sein.

Die fünftägige Veranstaltung in der niedersächsischen Hauptstadt widmet sich erneut dem Leitthema der vernetzten Industrie, bei der Roboter eine zunehmende Rolle spielen.

Brandenburgs Regierungschef Dietmar

Woidke (SPD) wird als Polen-Koordinator der Bundesregierung Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bei ihrem Besuch am polnischen Gemeinschaftsstand begleiten. Anschließend will Woidke Firmen aus Brandenburg besuchen.

Von Lisa Neumann

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