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Märkische Wälder sind gesund

Flora in Brandenburg Märkische Wälder sind gesund

Nach einem neuen Waldzustandsbericht geht es den Wäldern in der Mark gut – doch der Klimawandel bringt neue Gefahren mit sich. Dennoch positiv: seit den 1990er Jahren verbessere sich die Qualität unserer Wälder.

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Den Wäldern in Brandenburg geht es gut.

Quelle: dpa

Potsdam. Brandenburgs Wäldern geht es dem neuen Waldzustandsbericht zufolge gut, doch durch den Klimawandel drohen neue Gefahren. Mehr als 90 Prozent der märkischen Waldflächen wiesen keine großen Schäden auf, der überwiegende Teil davon sei schadensfrei, sagte Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) bei der Vorstellung des Berichts 2017 am Mittwoch in Potsdam. Seit den 90er Jahren sei eine „enorme Verbesserung“ zu verzeichnen, betonte der Minister: „Der Brandenburger Wald ist in seiner Existenz nicht bedroht.“

Fast die Hälfte ohne Schäden

Dem Waldzustandsbericht zufolge weisen wie im Vorjahr 46 Prozent der Waldflächen keine Schäden auf. Bei neun Prozent der Baumbestände wurden deutliche Schäden erfasst, ein Prozentpunkt mehr als 2016. Den Eichen geht es dem Bericht zufolge etwas schlechter, den Buchen etwas besser.

Mit einem Anteil von 72 Prozent dominiert in Brandenburgs Wäldern weiter die Kiefer. Dort weisen unverändert fünf Prozent der Bestände deutliche Schäden auf, die Hälfte des Baumbestands ist schadensfrei, im Vorjahr waren es 47 Prozent. Bei den Eichen, die auf rund zwölf Prozent der Waldflächen wachsen, weisen hingegen nur 28 Prozent gar keine Schäden auf, im Vorjahr waren es 33 Prozent. Der Anteil der Eichen mit deutlichen Schäden ist von 20 auf 22 Prozent gestiegen. Hintergrund seien längere Trockenperioden, hieß es.

Buchen mit deutlichen Schäden

Bei den Buchen, die auf knapp dreieinhalb Prozent der Waldflächen wachsen, gelten 61 Prozent als schadensfrei, 2016 waren es 56 Prozent. Deutliche Schäden weisen sechs Prozent der Buchenbestände auf, im Vorjahr waren es neun Prozent.

Probleme bringe der Klimawandel durch die „Einschleppung von Schaderregern“ mit sich, betonte Vogelsänger. Für die Bekämpfung von Schadinsekten wie der Kieferbuschhornblattwespe und dem Eichenprozessionsspinner hätten in den vergangenen Jahren Millionenbeträge aufgewendet werden müsse.

Ein Pilz birgt neue Gefahren

Neue Gefahren vor allem für verschiedene Kiefernarten bringe unter anderem die durch einen Pilz verursachte „Dothistroma-Nadelbräune“, hieß es. Die Krankheit sei in Brandenburg erstmals 2015 im Forstbotanischen Garten in Eberswalde an exotischen Kiefern festgestellt worden, 2017 seien jedoch auch befallene Schwarzkieferbestände vor allem in der Region Drebkau registriert worden. Damit sei nun auch eine europäische Kiefernart befallen. Bei der klassischen märkischen Kiefer seien jedoch noch keine Schäden durch den Pilz aufgetreten, der sich durch das wärmere und feuchtere Klima inzwischen auch nach Nordeuropa ausbreite.

Von MAZonline

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