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Brandenburg Märkische Wirtschaft investiert 1,1 Milliarde Euro
Brandenburg Märkische Wirtschaft investiert 1,1 Milliarde Euro
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16:42 22.06.2017
Der Ikea-Zulieferer Meyenburger Möbel GmbH in der Prignitz gehört zu den Investoren im vergangenen Jahr. Quelle: Vogel
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Strausberg

Eine Kleinbrauerei in Cottbus, ein Kaffeekapsel-Produzent in Rathenow (Havelland) oder der Ikea-Zulieferer in Meyenburg (Prignitz): 755 Unternehmensprojekte haben im vergangenen Jahr von der gezielten Wirtschaftsförderung profitiert und so für Investitionen in Höhe von 1,1 Milliarden Euro gesorgt. Damit sind rund 3850 Arbeitsplätze geschaffen oder gesichert worden – so die Bilanz der Wirtschaftsförderung Brandenburg und der Investitionsbank ILB, die am Donnerstag in Strausberg (Märkisch-Oderland) präsentiert wurde.

Ifo-Prognose nach oben korrigiert

„Es war ein richtig gutes Jahr für Brandenburgs Wirtschaft“, sagte Steffen Kammradt, Chef der Brandenburger Wirtschaftsförderung. „Jetzt haben wir erst Juni, und es sieht auch für dieses Jahr nicht schlecht aus.“ Für die ILB ist 2016 das Jahr mit dem höchsten Förderergebnis der Institutsgeschichte. Die 1,1 Milliarden Euro bedeuten ein Investitionsplus gegenüber 2015 von 34 Prozent. „Die Konjunktur ist richtig in Fahrt gekommen. Das spüren wir“, sagte ILB-Chef Tilmann Stenger.

Er verwies auf die aktuelle Wachstums-Prognose des Dresdner Ifo-Instituts. Ostdeutschland kann demnach in diesem und im nächsten Jahr mit einem weiteren kräftigen Wirtschaftswachstum von je 1,8 Prozent rechnen. Das Institut korrigierte seine bisherige Erwartung um 0,5 Prozentpunkte nach oben. Hintergrund sei die starke Konjunktur und die konjunkturelle Erholung in Europa und weltweit, hieß es.

Gerber plädiert für Einwanderungsgesetz

Der Strausberger Kunststoffhersteller Herrmann Römmler hätte sich ohne Unterstützung durch die Wirtschaftsförderung nicht neu aufstellen können, erklärte der Geschäftsführer Steffen Mirtschin. Das 1896 gegründete Traditionsunternehmen wandelte sich vom reinen Zulieferer zum Entwickler neuartiger Kunststoffprodukte und arbeitet dafür mit dem Fraunhofer-Institut zusammen. So entwickelt Römmler gerade neuartige Kunststoffspritzen für Augenoperationen.

„Früher mussten Unternehmen den Kunden hinterherlaufen, jetzt sind sie hinter Fachkräften her“, sagte Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD). Er warnte vor Personalengpässen wegen des Bevölkerungswandels. „Wir stehen vor einem erheblichen Rückgang von Menschen im arbeitsfähigen Alter“, sagte er und plädierte für ein Einwanderungsgesetz auf Bundesebene. „Wir brauchen klare Regelungen für alle Bereiche des Arbeitsmarktes. Das Asylrecht ist hierfür nicht geeignet“, so Gerber.

Brauerei und Ikea-Zulieferer investieren

Brandenburgs Wirtschaft investierte im vergangenen Jahr quer durch alle Bereiche, wie ILB-Chef Stenger betonte. Die Meyenburger Möbel GmbH (Prignitz) erweiterte die Produktion um eine neue Verpackungslinie auf 6750 Quadratmetern. Fünf Millionen Euro investierte das Unternehmen, dessen wichtigster Kunde Ikea ist. Der Rathenower Kaffeekapselproduzent Milcafea („Dolce Gusto“) mit 145 Mitarbeitern investierte in seine Produktion neun Millionen Euro. Auch studentische Unternehmen wie das Cottbuser Start up „LaBieratorium“ profitierte von der Förderung. Ein nach der berühmten Förderbrücke F 60 benanntes Bier gewann prompt eine Silbermedaille bei einem internationalen Wettbewerb.

Von Torsten Gellner

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