Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Magische Moore
Brandenburg Magische Moore
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:20 10.01.2016
Die Doku „Magie der Moore“ eröffnet am 12. Januar die 11. Ökofilmtour. Quelle: promo
Anzeige
Innenstadt

Klimaschutz contra Kohlestrom, Energiewende, Verdrängung indigener Völker, Massentierhaltung, Landgrabbing – gewohnt vielfältig sind die gesellschaftskritischen Themen der Ökofilmtour. Zum elften Mal lädt der Förderverein für Öffentlichkeitsarbeit im Natur- und Umweltschutz Fön e.V. zum Brandenburger Festival für Umwelt- und Naturfilme ein. Am morgigen Dienstagabend wird die Ökofilmtour im Filmmuseum Potsdam von Umweltstaatssekretärin Carolin Schilde eröffnet.

Zum Auftakt läuft um 19 Uhr der Dokumentarfilm „Magie der Moore“. Fünf Jahre lang war das Drehteam um Jan und Melanie Haft an 80 Orten in Deutschland, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Tschechien und der Slowakei unterwegs. Das Ergebnis ist ein filmisches Plädoyer für einen einzigartigen Lebensraum. Jährlich werden weltweit durch Torfabbau und Urbarmachung 5000 Quadratkilometer Moore vernichtet. Weniger als drei Prozent der Erdoberfläche sind heute noch von Mooren bedeckt. Diese binden jährlich 200 Millionen Tonnen Kohlendioxid und damit mehr Kohlenstoff, als die tropischen Regenwälder, die Nadelwälder der Taiga und alle anderen Wälder der Erde zusammen. Zerstört man die Moore, werden zudem über Jahrtausende gebundene Treibgase freigesetzt. Der Film vermittelt mit seinen eindrucksvollen Bildern das Bewusstsein, sich unbedingt für diese Pflanzen, Tiere und Lebensformen einzusetzen. Moore zu erhalten und zu vernässen, ist fester Bestandteil der Klimastrategie Brandenburgs.

Nach der Eröffnung begibt sich die Ökofilmtour auf Reise durchs Land. Rund 200 ehrenamtliche Mitveranstalter sorgen dafür, dass die Filme in mehr als 60 Orten ein Publikum finden. Mehr als 120 Beiträge wurden laut Festivalchef Ernst-Alfred Müller eingereicht. 39 Fernseh- und Kinofilme sowie 13 Kurzfilme laufen im Wettbewerb – etwa die Hälfte davon richtet sich an Kinder und Jugendliche. Bis zum Ende der Ökofilmtour im April werden etwa 10 000 Besucher erwartet. Sechs Preise, darunter der Preis der Stadt Potsdam für die beste künstlerische Leistung, werden verliehen.

Filmgespräch mit Regisseur

„Magie der Moore“ wird am Dienstag um 19 Uhr im Filmmuseum gezeigt. Anschließend diskutieren Regisseur Jan Haft, Holger Rößling vom EU-Projekt „Kalkmoore“ des Naturschutzfonds Brandenburg und Michael Succow, Träger des Alternativen Nobelpreises.

Kartenreservierung: 0331/271 81 12 oder ticket@filmmuseum-potsdam.de

Von Ricarda Nowak

Brandenburg hat im vergangenen Jahr insgesamt 47.000 Flüchtlinge aufgenommen. Das sind viermal so viele, als noch im Jahr 2014. Eine „Riesenherausforderung“, sagt Brandenburgs Innenstaatssekretär Matthias Kahl. Angesichts der angespannten Situation und der anhaltenden Bürgerkriege rechnet das Land mit vielen weiteren Flüchtlingen. Doch nicht alle bleiben.

09.01.2016

Das Jahr war noch jung, da kam der Winter nach Brandenburg. Eis und Schnee sorgten für Chaos auf den Straßen und einen Polizeieinsatz an einem rätselhaften Eisloch. Eisig war auch die Miene des Staatsanwalts, als das Strafmaß für das Zeigen eines KZ-Tattoos bekannt wurde. Für viel Aufsehen sorgte zudem ein „Reichsbürger-Handbuch“. Trauer am Mittwoch im Landtag.

16.01.2016

Die Verkaufspraxis der Bodengesellschaft BVVG, die ehemals volkseigenes Land für den Bund verkauft, steht oft in der Kritik. Jetzt hat sie ihre Richtlinien geändert. Das soll vor Bodenspekulanten schützen und Jungbauern begünstigen. Die Preistreiberei der vergangenen Jahre ist in Brandenburg gestoppt. Aber nur vorerst.

09.01.2016
Anzeige