Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Mann (48) will Mädchen tagelang missbrauchen

Urteil in Berlin Mann (48) will Mädchen tagelang missbrauchen

Das Mädchen ist fast zu Hause, als plötzlich ein Fremder aus dem Auto springt und ihr eine Gaspistole an die Stirn drückt. Er will die Schülerin in seinen Wagen zerren. Sein Plan: Tagelanger Missbrauch in seiner Laube in Bad Freienwalde (Märkisch-Oderland). Nun ist in Berlin das Urteil gegen den Mann ergangen.

Voriger Artikel
Mindestens 180 Ausländer um Lohn betrogen
Nächster Artikel
Der Neuruppiner Max Rotbarth macht Karriere


Quelle: dpa (Genrefoto)

Berlin. Ein 48-Jähriger ist im Prozess um eine versuchte Entführung eines 15 Jahre alten Mädchens in Berlin-Marzahn zu fünf Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Aus sexuellen Motiven habe der Angeklagte die Schülerin in sein Auto zerren und in seine Gartenlaube nach Bad Freienwalde (Märkisch-Oderland) verschleppen wollen, begründeten das Landgericht am Freitag. Zeugen hätten glücklicherweise Schlimmeres verhindert. Der Angeklagte wurde der versuchten Geiselnahme, der Körperverletzung, des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und des Besitzes von Kinderpornografie schuldig gesprochen.

Angeklagter wollte das Mädchen tagelang missbrauchen

«Der Angeklagte wollte sich eines Mädchens bemächtigen und es tagelang missbrauchen», sagte der Vorsitzende Richter. Er habe die zierliche Schülerin in der Nacht zum 1. Juni 2015 auf ihrem Heimweg attackiert. Plan sei gewesen, «sie durch Fesselung und Sedierung widerstandsunfähig zu machen». Die damals 15-Jährige habe sich nach Kräften gewehrt und geschrien. «Sie hatte Todesangst.»

Gaspistole an die Stirn gehalten

Der 48-jährige Lokführer hatte nach Überzeugung des Gerichts sein Auto am Straßenrand geparkt und «auf ein geeignetes Opfer» gewartet. Als die ihm unbekannte 15-Jährige an seinem Wagen vorbeiging, habe er sie von hinten umklammert, ihr eine Gaspistole an die Stirn gehalten, sie geschlagen und zu seinem Fahrzeug gezogen. In dem vorbereiteten Versteck habe er an dem Opfer seine sexuellen Fantasien ausleben wollen. «Es wollte sexuelle Handlungen in allen nur denkbaren Varianten erzwingen», sagte der Richter.

Zeugen retten das Mädchen und machen Foto

Der Angeklagte wurde von zwei Passanten aufgefordert, von dem Mädchen abzulassen. «Daraufhin flüchtete er», hieß es weiter im Urteil. Einem der Zeugen sei es gelungen, von dem Fahrzeug ein Foto zu machen. Kurz darauf habe die Polizei eine Sofortfahndung eingeleitet und den Mann aus dem Stadtteil Friedrichshain festgenommen.

Kinderpornografisches und illegale Waffen entdeckt

In der Wohnung des Angeklagten sowie in seiner Laube in Bad Freienwalde seien Tausende kinderpornografische Bilddateien sowie illegale Waffen entdeckt worden. Ein Raum in der Laube habe gewirkt, als wäre er für sado-masochistische Sex-Spiele vorbereitet worden.

Angeklagter bestreitet die Vorwürfe

Der Angeklagte hatte die Vorwürfe im Kern bestritten und unter anderem erklärt, er habe das Mädchen mit seiner damaligen Freundin verwechselt. Die Staatsanwaltschaft plädierte in dem seit März 2016 laufenden Prozess auf sechs Jahre und drei Monate Haft. Die Verteidiger forderten eine Bewährungsstrafe.

Von Anne Baum

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg

Was ist Ihr Sommerhit?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg