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Brandenburg Mann soll Großmutter und Polizisten getötet haben
Brandenburg Mann soll Großmutter und Polizisten getötet haben
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10:42 17.10.2017
Das Landgericht in Frankfurt (Oder). Quelle: picture alliance/dpa
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Frankfurt (Oder)

Er soll erst seine Großmutter in ihrem Haus in Ostbrandenburg getötet und danach auf der Flucht zwei Polizisten totgefahren haben: Wegen dreifachen Mordes muss sich ab Dienstag 9.00 Uhr ein 25-Jähriger in Frankfurt (Oder) vor Gericht verantworten. Das Landgericht hat bislang rund 20 Verhandlungstermine bis Januar geplant. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) gab der Beschuldigte die Taten in Vernehmungen zu.

Der Angeklagte Jan G. muss sich vor Gericht verantworten. Quelle: Ulrich Wangemann

Dem Landgericht zufolge gibt es drei Nebenkläger in dem Prozess: Es sind die Mutter des Angeklagten sowie jeweils ein Verwandter der getöteten Polizisten. Der damals 24-Jährige war früher schon wegen Straftaten angeklagt worden. Darunter waren Delikte wie Raub, Körperverletzung und Diebstähle. Der Mann soll als psychisch auffällig bekannt gewesen sein.

Beamte wurden überfahren

Die beiden Beamten standen Ende Februar an einer Kontrollstelle in Oegeln, als der Angeklagte in einem Auto angerast kam. Die Polizei war damals alarmiert worden, weil der junge Mann verdächtig war, seine 79 Jahre alte Oma im nahe gelegenen Müllrose getötet zu haben. Eine Großfahndung lief. Die Beamten wollten den Mann mit einem Nagelbrett stoppen. Sie wurden jedoch überfahren. Die beiden 49 und 52 Jahre alten Männer starben noch an Ort und Stelle an ihren Verletzungen.

In Müllrose (Oder-Spree) ereignet sich am 28. Februar 2017 ein schreckliches Verbrechen. Dort ersticht der 24-jährige Jan G. zunächst seine Großmutter. Dann flieht er und überfährt auf der Flucht zwei Polizisten an einer Straßensperre in Beeskow, Ortsteil Oegeln.

Nach früheren Staatsanwaltschaftsangaben hatte der Mann bei der Vernehmung angegeben, Angst gehabt zu haben, von den Beamten erschossen zu werden. Was seine Großmutter angehe, so hätten sie vor ihrem Tod um Geld gestritten. Die Frau wurde mit einem Messer erstochen.

Die Tat hatte Entsetzen ausgelöst. Viele Anwohner der alten Frau hatten sich an dem Tag in Müllrose fassungslos gezeigt. Laut Gericht wohnte ihr Enkel zuletzt auch in Müllrose.

Täter hat Persönlichkeitsstörung

Der Angeklagte kam anschließend in die Psychiatrie nach Brandenburg an der Havel. Ein Gutachter gab später an, dass eine Persönlichkeitsstörung vorliege, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Bei ihrer Mordanklage gehe sie deshalb von verminderter Schuldfähigkeit aus. Die Strafe könnte somit nach dem Strafgesetzbuch §21 gemildert werden.

Gegen den Mann lief bereits Ende 2016 ein Prozess wegen Raubes und Diebstahls. Das Landgericht Frankfurt (Oder) erklärte ihn damals aufgrund einer „undifferenzierten Schizophrenie“ für schuldunfähig. Weil ein Gutachter ihm Behandlungsfähigkeit attestierte, kam er damals nicht in eine geschlossene Psychiatrie, sondern wurde unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt.

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Von MAZonline/dpa

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