Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Mann stirbt im Senftenberger See

Erneut ein Badetoter Mann stirbt im Senftenberger See

Schrecklicher Fund am Senftenberger See: Ein Badegast hat die Leiche eines Mannes am Dienstagmittag auf der Wasseroberfläche treiben sehen. Wie lange der Mann schon im Wasser lag, ist bisher unklar. Damit steigt die Zahl der Badetoten in diesem Sommer in Brandenburg weiter an.

Voriger Artikel
Brandenburger im Land der 1000 Seen
Nächster Artikel
Mit Babyprämie gegen Einwohnerschwund

Der Senftenberger See.

Quelle: Patrick Pleul

Groß Köris . Ein 57-jähriger Mann ist beim Baden im Senftenberger See ertrunken. Ein Badegast habe die Leiche des Mannes am Dienstagmittag auf der Wasseroberfläche treiben sehen, berichtete ein Sprecher des Polizeipräsidiums Potsdam. Am Badestrand Südsee entdeckten Polizeibeamte einen Rucksack des Mannes. Wann der Mann zum Baden in den See gestiegen sei, war nach Angaben des Sprechers noch nicht geklärt. Weitere Aufschlüsse zur Ursache des Unglücks soll nun eine Obduktion bringen. 

Vor fast genau drei Wochen erlebten Badegäste in einem See bei Groß Köris (Dahme-Spreewald) einen ähnlichen Fall wie am Senftenberger See. Dort trieb eine 52-jägrige Frau leblos im Wasser. Ihr Lebensgefährte hatte sie am Dienstagabend gesucht, nachdem sie vom Schwimmen nicht zurückgekommen war. Die Frau wurde leblos im See treibend entdeckt, Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos.

Erst vor wenigen Tagen ertrank ein 51-Jähriger in Brandenburg an der Havel. In diesem Fall soll der Ertrunkene erheblich alkoholisiert gewesen sein.

Trauriger Juli-Anfang

Am Freitag, 3. Juli, ertrank ein 77-Jähriger beim Baden im Nymphensee bei Brieselang (Havelland). Der Mann war mit seiner Lebensgefährtin schwimmen gegangen und aus ungeklärter Ursache plötzlich untergegangen. Eine 30-jährige Frau hatte dies beobachtet und sprang sofort hinterher. Sie konnte den Mann aus drei Metern Tiefe wieder an die Oberfläche ziehen. Trotz Reanimationsmaßnahmen konnte der alarmierte Notarzt jedoch nur noch den Tod des 77-Jährigen feststellen. Die mutige Helferin litt nach dem langen Tauchgang unter Atemproblemen. Sie wurde zur Behandlung in eine Spezialklinik nach Berlin gebracht.

Ebenfalls am 3. Juli ertrank ein 63-Jähriger in einem See in der Uckermark. Nach Polizeiangaben war er mit dem Auto am Freitagmorgen zum Mündesee bei Angermünde gefahren, kam aber nicht mehr zurück. Seine Frau meldete ihn daraufhin als vermiss. Die Polizei fand schließlich den Wagen. Taucher suchten am Samstag den See ab - zunächst vergeblich.

Im Wandlitzsee wurde am Samstag, 4. Juli, ein lebloser Mann entdeckt. Der herbeigerufene Notarzt konnte ihn nicht mehr reanimieren. Bei dem Toten handelt es sich um einen 75-Jährigen aus Wandlitz (Barnim).

Stunden später entdeckte eine Frau am Sonntag im Meschesee in Lobetal (Barnim) ebenfalls einen leblosen Mann im Wasser. Mit zwei Helfern holte sie den 44-Jährigen ans Ufer, doch auch er konnte nicht wiederbelebt werden. Der Schwimmer stammte aus Bernau.

Am Sonntag ertrank ein 25-Jähriger Mann im Zeischaer Kiessee in Bad Liebenwerda (Elbe-Elster). Badegäste hatten am Nachmittag die Rettungskräfte alarmiert. Die Suche war zunächst erfolglos geblieben. .

Noch ungeklärt ist der Fund von Kleidungsstücken am Mündesee bei Angermünde von Sonntagabend. Sie gehören laut Polizei nicht dem toten 63-jährigen Schwimmer, den Taucher am Samstag geborgen hatten.

Zwar sei ein Spürhund eingesetzt worden, die Suche jedoch erfolglos geblieben. Eine Vermisstenanzeige liege nicht vor. Möglicherweise hat nur jemand die Sachen am See vergessen.

Im vergangen Jahr 17 Badetote in Brandenburg

In Brandenburg sind2014 vergleichsweise viele Menschen ertrunken. 17 Menschen seien in Gewässern im Land ums Leben gekommen, teilte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mit.

Pro 100.000 Einwohner waren das 0,69 Badetote. Nur in drei anderen Bundesländern war der Wert höher. Die meisten Menschen ertranken in Bayern (79), pro 100.000 Einwohnern war der Wert in Mecklenburg-Vorpommern am höchsten (1,75 pro 100 000).

Bundesweit ertranken 2014 392 Menschen - das waren 54 weniger als noch im Vorjahr. Davon waren fast 80 Prozent Männer. Die meisten Menschen ertranken in Flüssen oder Seen. Aber auch im Meer, in Schwimmbädern, Bächen, Hafenbecken, Kanälen, Gräben und Gartenteichen kamen mehrere ums Leben.

Laut DLRG sind die Hauptursachen des Ertrinkens Leichtsinn und Selbstüberschätzung. Außerdem lernten viele Schüler nicht mehr richtig schwimmen und ältere Menschen überschätzten ihre Fitness. 53,4 Prozent der Badetoten in Deutschland seien älter als 50 Jahre gewesen, hieß es.

Von MAZonline

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg