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Mark investiert 33 Millionen in Denkmalschutz

Millionen für Stiftungen, Denkmal & Co. Mark investiert 33 Millionen in Denkmalschutz

Brandenburg besitzt viele herausragende Zeugnisse kultureller Vielfalt, Traditionen und Geschichte. Sie stehen zumeist unter Denkmalschutz, einige sind bedroht. Doch das Land steuert dagegen und hat 2015 insgesamt 33 Millionen Euro zum Erhalt der Denkmäler und in den städtebaulichen Denkmalschutz investiert. Wir geben einen Überblick über die Ausgaben.

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Die Klosterkirche in Kloster Zinna (Teltow-Fläming) ist nicht nur ein beliebter Anlaufpunkt für Touristen, sondern steht auch unter Denkmalschutz.

Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. Das Land Brandenburg hat in diesem Jahr rund 33,3 Millionen Euro in den Erhalt von Denkmalen und den städtebaulichen Denkmalschutz investiert. Rund 12,3 Millionen Euro stellte das Kulturministerium zur Sanierung von Denkmalen zur Verfügung, weitere 21 Millionen Euro bewilligte das Infrastrukturministerium für den Erhalt von historischen Stadtkernen, teilten beide Ministerien am Montag in Potsdam mit. Unterstützt wurden dabei Maßnahmen in 30 Kommunen wie die Sanierung der Schlosskirche in Altlandsberg (Landkreis Märkisch-Oderland) oder eines als Begegnungsstätte genutzten historischen Gebäudes in Lenzen (Landkreis Prignitz).

Zeugnisse kultureller Vielfalt und Geschichte

Die historischen Innenstädte hätten sich in den vergangenen 25 Jahren wieder zu lebendigen und unverwechselbaren Zentren entwickelt, sagte Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD). „Die Menschen ziehen dort wieder hin“, sagte Schneider. Moderates, aber spürbares Bevölkerungswachstum sei zu spüren. Seit der Wende erhielten 30 Städte aus dem Bund-Länder-Programm städtebaulicher Denkmalschutz 731 Millionen Euro.

Für 2016 bis 2019 seien bereits weitere 51 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel für den städtebaulichen Denkmalschutz bewilligt worden. „Es gibt noch „dicke Brocken“, die auf Wiederbelebung warten“, sagt Schneider. In Brandenburg stehen insgesamt etwa 13 000 Bauwerke auf der Denkmalliste.

Mit der Bewilligung der Gelder haben die Städte damit Planungssicherheit für anstehende Projekte.

Kulturministerin Sabine Kunst (SPD) bezeichnete die zahlreichen Gutshäuser, Kirchen, Industriebauten und Wohnhäuser in der Mark als herausragende und einmalige Zeugnisse kultureller Vielfalt, Traditionen und Geschichte. Sie freue sich deshalb, dass 2015 erstmals zusätzliche Landesmittel zur Sicherung von bedrohten Denkmalen bereitgestellt werden konnten. „Damit können wir den Einsatz von Initiativen, Kirchengemeinden, Fördervereinen und Freiwilligen vor Ort wirksamer als bisher unterstützen“, betonte Kunst.

Das wurde gefördert

Gefördert wurde unter anderem die Sanierung der Borsighalle in Eberswalde, der Galopprennbahn Hoppegarten, des früheren königlichen Eisenhütten- und Hammerwerks in Peitz, der Klosterkirche Kloster Zinna oder der Förderbrücke F 60 in Lichterfeld. Für bedrohte Denkmale standen 250.000 Euro zur Verfügung, mit denen elf dringliche Projekte unterstützt wurden. Im nächsten Jahr stehen dafür 500.000 Euro bereit.

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten erhielt rund 7,7 Millionen für den Erhalt ihrer rund 300 historischen Bauten, Anlagen und knapp 800 Hektar Gartenanlagen. Rund 451.000 Euro flossen an die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten für die Sanierung des historischen Baubestandes.

Mit rund 2,88 Millionen Euro wurden Kirchen und Religionsgemeinschaften bei der Sanierung von sakralen Gebäuden gefördert. Davon bekam allein etwa 1,61 Millionen Euro die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz für die Sanierung von 31 Kirchen. Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland erhielt rund 138.000 Euro für Baumittel. Rund 973.000 Euro gingen an den Brandenburger Dom. Die Katholische Kirche erhielt rund 90.000 Euro für vier Sanierungsprojekte.

Von MAZonline und dpa

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