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Brandenburg Marode Straßen gefährden Standort Brandenburg
Brandenburg Marode Straßen gefährden Standort Brandenburg
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00:18 07.11.2013
Quelle: dpa
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Potsdam

Die Unternehmen im Land Brandenburg sehen angesichts der Kürzungen bei der Straßenunterhaltung den Standort Brandenburg in Gefahr. Deshalb wollen Kammern und Verbände am Dienstag in Potsdam eine Resolution beschließen, in der eine Aufstockung des Etats gefordert wird.
„Wir wünschen uns, dass 80 Millionen Euro jährlich für den Substanzerhalt bereitstehen“, sagt Robert Radzimanowski von der Industrie- und Handelskammer Potsdam. Im Haushalt für 2014 hat das Land dafür aber nur noch 15 Millionen Euro eingeplant. Bei Kosten von rund 200.000 Euro für einen Kilometer Straßensanierung komme man damit nicht weit, erklärt Radzimanowski.

Es sei für die Unternehmen deutlich zu spüren, dass bei den Straßen auf Verschleiß gefahren werde, sagt Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg. Sowohl die Waren als auch die Kunden gelangten schwerer in die Märkte, wenn man nur noch über eine Schlaglochpiste dorthin komme. In Bad Saarow (Oder-Spree) klagen die Tourismusbetriebe, dass Gäste durch die Holperstrecke zwischen der Autobahn und dem Kurort abgeschreckt werden, sagt Radzimanowski von der IHK.

Von spürbar höheren Kosten berichten Busunternehmer wie Günter Anger in Potsdam. „So ein Bus wiegt zehn oder zwölf Tonnen“, erklärt er. Da nutzten sich die Reifen bei schlechten Straßen deutlich schneller ab. Auch bis zu 4000 Euro teure Frontscheiben seien schon durch Schlaglöcher gebrochen.

Der Automobilclub ADAC schätzt den Investitionsrückstau im Brandenburger Straßennetz auf 500 Millionen Euro. „Es muss Veränderungen geben, sonst verspielt das Land seine Zukunft“, meint Jörg Becker, Leiter Verkehr beim ADAC Berlin-Brandenburg. Auch den Gewerkschaften ist das Thema wichtig. „Entlegene Räume müssen gut angeschlossen sein“, sagt Dieter Pienkny, Sprecher des Deutschen Gewerkschaftsbunds Berlin-Brandenburg. Das sei wichtig für Berufspendler. Zudem schaffe Straßenbau Arbeitsplätze.

Als kurzsichtig kritisiert Axel Wunschel, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbands Berlin-Brandenburg, die Politik der Landesregierung. Man respektiere es, wenn Brandenburg seine Schwerpunkte bei der Bildung setzen wolle. „Aber wenn die Infrastruktur immer schlechter wird, ziehen die gut ausgebildeten Leute spätestens nach ihrem Abschluss weg“, warnt er. Ein langsames Umdenken im rot-roten Kabinett registriert Reinhold Dellmann, Hauptgeschäftsführer der Fachgemeinschaft Bau. Er appelliert an die Vernunft der Verantwortlichen. „Wenn man jetzt bei kleinen Reparaturen spart, muss man später viel größere und teurere Reparaturen finanzieren.“

Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger, der sich heute in Potsdam der Diskussion mit den Unternehmen stellt, bestreitet das Problem nicht. „Wir haben eine Unterfinanzierung“, räumt sein Sprecher Jens-Uwe Schade ein. Das Geld sei aber knapp und beim Etat 2014 seien Korrekturen nicht mehr möglich. Mehr Geld könne nur vom Bund kommen.

Von Ulrich Nettelstroth

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