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Martinssommer verwöhnt die Brandenburger

Wetter Martinssommer verwöhnt die Brandenburger

Es ist warm in Brandenburg, deutlich zu warm für einen November. Am 7. des Monats wurden in Lenzen (Prignitz) sogar frühlingshafte 18,4 Grad gemessen. Doch ganz ungewöhnlich ist diese Wetterlage nicht, besitzt sie doch sogar einen Namen: Martinssommer. Am Wochenende jedoch wird’s eher ungemütlich.

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Sonniger Herbst in Brandenburg, fotografiert von MAZ-Leserin Madlen Hänsch.

Quelle: Madlen Hänsch

Potsdam. Es ist warm in Brandenburg, deutlich zu warm für einen November. Am laut Deutschem Wetterdienst (DWD) bisher wärmsten November-Tag dieses Jahres in Lenzen (Prignitz) wurden frühlingshafte 18,4 Grad gemessen. Doch ganz ungewöhnlich ist diese Wetterlage nicht, hat sie doch sogar einen Namen: Martinssommer.

Martinssommer bedeutet schönes Wetter

Der Martini-Sommer oder Martinssommer ist der volkstümliche Begriff für eine typische Schönwetterperiode gegen Ende der ersten November-Dekade und war früher vor allem im Süden, in den Weinanbaugebieten, verbreitet. Denn beim Martini-Sommer war die Weinernte noch im November möglich.

Wetterwunder für Sankt Martin

Der Legende nach ereignete sich dieses Wetterphänomen erstmals beim Tod des heiligen Martin im französischen Tours. Der Bischof starb unerwartet während eines Besuches im Kloster, das er gegründet hatte. Beim Transport des Leichnams auf der Loire in die Stadt geschah das vermeintliche Wunder eines raschen Wärmeeinbruchs, so dass die Ufer neu ergrünten und Fruchtbäume zu blühen begannen.

Abkühlung am Wochenende

Ein volkstümliches Sprichwort besagt „St. Martins Sommer währt nicht lange“. Das könnte stimmen, denn zum Wochenende hin sinken nach Auskunft des Deutschen Wetterdienstes Potsdam die Temperaturen deutlich. Haben wir bis Freitag noch bis 15 Grad, sinkt das Quecksilber am Wochenende nur noch auf maximal 10 Grad Celsius. Es bleibt regnerisch und windig. Örtlich könne es auch Sturm geben, sagte Stefanie Kaminski vom DWD in Potsdam.

Das Wetter für Brandenburg >

25,9 Grad in Rosenheim

Einen vergleichbar warmen Novemberstart gab es in den Jahren 1955, 1968 und 1997, die höchsten bisher gemessenen Temperaturwerte wurden am 6. November 1997 mit 25,9 Grad in Rosenheim und mit 25,2 Grad in Kiefersfelden an der österreichischen Grenze registriert.

September und Oktober: Zu trocken und zu kühl

Entgegen dem bisherigen November fielen die beiden Vormonate etwas zu kühl aus, aber immerhin bekam Brandenburg vergleichsweise viel Sonne ab:

Oktober: Brandenburg war mit 8,2°C (9,3°C) ein kühles, mit etwa 55 l/m² (37 l/m²) ein nasses und mit rund 125 Stunden (110 Stunden) das zweitsonnigste Bundesland.

September: Im September 2015 war Brandenburg mit 14,0°C (13,8°C) das zweitwärmste und mit zirka 165 Stunden (156 Stunden) das zweitsonnigste Bundesland.

Von MAZonline

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